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Mobile Communication Glossary

-- A --



ACARS - Aircraft Communications Adressing and Reporting System; wird in der Luftfahrt verwendet

ACC - Area Communication Controller; Vermittlungsrechner, Bestandteil des Modacom-Netzes

ACELP - Sprach-Codec, der bei Enhanced Full Rate verwendet wird

ACL - Asynchronous Connection-Less; Verbindungstyp bei Bluetooth

ACM - Active Carrier Management

ADN - Abbreviated Dialling Number; Feld auf einer GSM-SIM-Karte, in dem die Telefonnummer gespeichert wird

ADPCM - Adaptive Differential Pulse Code Modulation; Modulationsverfahren u.a. bei DECT, mit dem ein 64-kBit/s-Kanal zur Übertragung in einem 32-kBit/s-Kanal komprimiert wird

ADR - Astra Digital Radio; digitales Übertragungsverfahren im Tonunterträgerbereich eines herkömmlichen Satellitenfernsehkanals. Einführung auf der IFA 1995.

AEC - Acoustic Echo Cancelation; eine weitere Technologie (nach EFR), die Echos aus dem Netz weitgehend verbannt; wird ab Herbst ´99 flächendeckend im E-Plus Netz verfügbar sein

AES - Advanced Encryption Standard; Verschlüsselungsverfahren, ist als Nachfolger für den DES-Standards vorgesehen, dessen Schlüssel ja mittlerweile durch Brute-Force-Attacken geknackt werden können. Triple-DES wird aber wohl bis auf weiteres eingesetzt werden.

AFCEA - Anwenderforum für Fernmeldetechnik, Computer, Elektronik und Automatisierung; jährlich in Bonn stattfindende Messe

AFH - Adaptive Frequency Hopping; optimiertes Frequenzwechsel-Schema, das (bei Bluetooth) gestörte Frequenzen meidet und so in Gegenwart von 802.11b-Netzen, schnurlosen Telefonen etc. bessere Datenraten erzielt

AFLT - Advanced Forward Link Trilateration; Ortungstechnik im LBS-Umfeld

AGC - Adaptive Gain Control; sorgt für optimale Lautstärke während des Gesprächs auch bei lauten Umgebungsgeräuschen. Wird z. Zt. (Anfang ´99) nur von E-Plus eingesetzt.

ALF - DGPS-Service der Deutschen Telekom

ALI - Automatic Location Identification

ALS - Alternate Line Service; auf einem Handy sind zwei verschiedene Telefonnummern aktiviert, damit man alternierend auf zwei Rechnungen telefonieren kann, z.B. dienstlich und privat; ob dieser GSM-Dienst genutzt werden kann, hängt vom Netzbetreiber ab.

AMIC - Anny Way Multimedia Information Center; Produktbezeichnung für das von Materna entwickelte MMSC

AMPS - Advanced Mobile Phone Service; analoger Mobilfunk-Standard, hauptsächlich in den USA und Latein-Amerika, Australien, Neu Seeland, Teilen von Russland und im asiatisch-pazifischen Raum verbreitet

AMR - Adaptive Multi Rate Codec

Anrufer-Gruppen-Symbol - manche Handys kann man so konfigurieren, dass nicht nur der Name des Anrufers angezeigt wird (wenn er im Telefon-Buch gespeichert ist), sondern auch ein Symbol, das z.B. anzeigt, ob es ein Kollege oder ein Familienangehöriger ist.

ANSI - American National Standardization Institute; standardisiert die amerikanische Datenkommunikation (und vieles andere ...)

AOC - Advice of Charge; Verfahren, um schon während einer Verbindung die Gesprächsgebühren zu übermitteln

APACS - Association for Payment Clearing Services (E-Commerce)

APN - Access Point Name; Feature von GPRS

APR - Access Point Roaming; bei Bluetooth wird spezifiziert, wie eine Verbindung beim Wechsel zwischen zwei Access-Points aufrecht erhalten werden kann

ARIB - Association of Radio Industries and Businesses (Japan); definiert z.B. die i-mode-Protokolle

Ardis - paketorientiertes Datenfunknetz in den USA; DataTAC-Technologie

ARPU - Average Revenue per User

ARQ - Automatic Repeat reQuest; Feature von Bluetooth, um robuste Datenübertragung zu erreichen

ARTour - Advanced Radio Communications on Tour; Kommunikationsplattform von IBM zur Nutzung von zuerst nur Modacom, später auch aller anderer Funknetze

ASAP - Application Specific Access Profiles; Daten-Bestandteile der DECT-Standardisierung

AT - Kommando-Set zur Steuerung von Modems, auch Funk-Modems; ursprünglich definiert von Fa. Hayes, für Fax-Funktionen und Funkmodems (GSM, Modacom) gibt es erweiterte Command-Sets

AVL - Automatic Vehicule Location

AWADo - Automatische-Wechselschalter-Anschluss-Dose

AWGN - Additive White Gaussian Noise





-- B --



BAKOM - Bundesamt für Kommunikation; die Regulierungsbehörde der Schweiz

BAPT - Bundesamt für Post- und Telekommunikation; Verwaltung der Funkfrequenzen, Erteilung von Genehmigungen und Lizenzen, ...; mittlerweile in der RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) aufgegangen.

Basiccard - Chipkarte, auf der Basic-Anwendungen ausgeführt werden können

Baud - Informationseinheiten pro Sekunde; nicht mit bps (Bit pro Sekunde) verwechseln, denn eine Informationseinheit kann mehrere Bit transportieren

BCCH - Broadcast Control Channel; über diesen GSM-Kanal werden u.a. Netz-Identifikation, LAI und Zell-Information ausgestrahlt

BCSP - Bluetooth Transport-Protokoll von CSR (Cambridge Silicon Radio)

BD_ADDR - Bluetooth Device Address; eindeutige Adresse von Bluetooth-Modulen analog zur MAC-Adresse von Netzwerk-Karten

BER - Bit Error Rate; Bitfehlerrate; Maßstab für die Qualität einer Datenübertragung

Betreiber-Logo - Feature der meisten Nokia-Handys; anstelle der Text-Anzeige des Netzbetreibers kann auch eine Grafik angezeigt werden, eben das Betreiber- bzw. Operator-Logo. Ist ein Handy in einem anderen Netz, z.B. im Ausland, eingebucht, wird dessen Text angezeigt. Das Logo ist nach wie vor gespeichert.

BIIS1200 - von der ETSI standardisiertes Funkprotokoll für Betriebsfunk

Birdie - DECT-Telepoint-System, das in Münster getestet wurde

BLIP - Bluetooth Local Infotainment Point

Blowfish - Block-Chiffrier-Verfahren mit variablen Schlüssellängen bis zu 448 Bit; im Gegensatz zu den meisten Verschlüsselungsverfahren keine Lizenzgebühren

Bluetooth - Standard für Funk-Kommunikation mit einer Reichweite von ca. einem dutzend Metern (Chipsatz, Protokoll)

BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben; Polizei, Bundesgrenzschutz, Feuerwehr, Rettungswesen etc.; nutzen ein Frequenzband bei 380 - 400MHz

BPSK - Binary Phase Shift Keying

BQTF - Bluetooth Qualification Test Facility; Testlabor, das Bluetooth-Produkte auf Konformität mit dem Standard testet und ggf. das Logo vergibt; 7Layers ist das erste Bluetooth-Testlabor weltweit

BREW - Binary Runtime Environment for Wireless; von Qualcomm definierte Ausführungsumgebung für Anwendungen auf mobilen Geräten

BS - Base Station; Basisstation, Bestandteil des Modacom-Netzes und anderer Mobilfunk-Netze

BSC - Base Station Controller; Bestandteil von Mobilfunk-Netzen

BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

BSS - Base Station Subsystem; Bestandteil von Mobilfunk-Netzen (in Radio Access Netzwerk; z.B. bei Lucent)

BTS - Base Transceiver Station; Komponente von Funknetzwerken

Bündelfunk - Funknetz, bei dem Sprach- und Datencalls in einer Grundgebühr abgegolten sind, aber Verbindungen jeweils eine Höchst-Dauer haben, z.B. 1 Minute. Datenübertragung über den Organisationskanal kostet ungefähr so viel wie SMS.





-- C --



CA - Certification Authority

CAI - Common Air Interface; Luftschnittstelle

CAL - Client Access License; namentlich bekannte User / Lizensierung pro eingetragenem User

Call-by-Call - Durch eine Vorwahl kann man bei jeder Verbindung ein anderes Netz für die nächste Verbindung auswählen. Derzeit im Festnetz realisiert. Ob Call-by-Call bei GSM zukünftig auch eingerührt wird, ist momentan noch unklar. In anderen Netzen spielt Call-by-Call keine Rolle, denn wenn nicht mindestens zwei Netze gleicher Technik zur Auswahl stehen, zwischen welchen Alternativen wäre zu wählen. Bei Dual-Band-Handys für GSM plus Satellitenfunk wird die Auswahl wohl automatisch GSM bevorzugen.

CAMEL - Customised Application for Mobile Network Enhanced Logic

Cardphone - Telefon für den PC-Card-Steckplatz (eigentlich ein Produkt von Nokia)

Carin - Car Information and Navigation System; kann mit RDS gekoppelt werden, damit in die Routenplanung auch aktuelle Verkehrsinfos einfließen können.

CarLoc - kombiniertes GPS-/GSM-Ortungssystem von Top Control

CB - Cell Broadcast; Informations-System in GSM-Netzen

CBC - Cell Broadcast Center

CBCH - Cell Broadcast Channel; der Kanal, über den Cellbroadcast-Daten ausgestrahlt werden

CBE - Cell Broadcast Entity; System, das den Versand von Cellbroadcast-Nachrichten managt

CBG - Cell Broadcast Gateway

CC - Country Code; z.B. 49 für Deutschland

CCITT - Comité Consultatif Internationale de Telegraphique et Telephonique oder Consultative Committee on International Telegraphy and Telephony; jetzt ITU-T

CCK - complementary code keying; Modulations-Format aktueller Wi-Fi (IEEE 802.11b)-Systeme; die Daten werden durch die Modulation eines einzigen Trägers oder Frequenz repräsentiert

CC/PP - Composite Capability/Preference Profile; bei der MExE-Definition: CC/PP ist die Grundlage für Datenabgleich zwischen (unterschiedlichen) Geräten

CCS7 - Common Channel Signalling System Nr. 7; Zeichengabesystem für digitale Netze, vom CCITT schon 1980 standardisiert

CDC - Connected Device Configuration

CDMA - Code Divison Multiple Access; Funkprotokoll, das von Qualcomm stammt; Wiederverwendung von Frequenzen in benachbarten Gebieten

Celestri - von Motorola geplantes Satellitenfunk-Netz ab 2003

CDPD - Cellular Digital Packet Data; paketorientierte Funktechnik, die DÜ bis 19.2 kbps ermöglicht; Novatel Wireless (Hersteller von GPRS- und CDPD-Modulen) erklärt: What is CDPD?

CDR - Call Detail Record (auch Call Data Record); Datensatz mit Informationen über in Anspruch genommene (Mobilfunk-)Dienstleistung, die aufgrund des CDR berechnet werden können

Cellbroadcast - Über Cellbroadcast werden Mitteilungen von einem Absender verschickt. Aber nicht wie bei SMS an einen bestimmten Empfänger, sondern an alle empfangsbereiten Handys eines Netzbetreibers innerhalb eines Ausstrahlungsgebiets, die den jeweiligen Cellbroadcast-Kanal aktiviert haben. Alle Empfänger innerhalb dieses Gebietes erhalten dieselbe Nachricht.

CeNA - Cellular Network Analyzer; in Bussen, Taxen etc. sind Module eingebaut, die permanent die Qualität des D2-Netzes prüfen. Aufgrund der Ergebnisse wird der D2-Netzausbau optimiert. Lieferant des Systems ist Ericsson.

CEPT - Conference des Administrations Européenes des Postes et Telecommunications

CHAP - Challenge Handshake Authentication Protocol; Authentisierungsverfahren (andere: PPP, SPAP)

Chekker - Bündelfunk-Angebot der DeTeMobil; mittlerweile von Dolphin übernommen

cHTML - Compact HTML; Subset von HTML, das auf den (japanischen) i-mode-Terminals genutzt werden kann

Churn - Kunden, die von einem Netz in ein anderes wechseln

CIMD - Computer Interface to Message Distribution; Protokoll zur Kommunikation mit Nokias Message Center; Beschreibung als PDF-Datei im Nokia-Forum

CIR (#1) - Consumer IR; die Infrarot-Version, die z.b. die Fernbedienung des Fernsehers verwendet; leider können IR-Schnittstellen von PCs und ähnlichen Frequenzen das (heute) noch nicht

CIR (#2) - Channel Interference Ratio

Cityruf - Paging-Dienst der DeTeMobil; seit 1.7.99 in Qbic umstrukturiert

Classmark - s. MExE Classmark

CLDC - Connected Limited Device Configuration; von Sun entwickelter Standard für kleine Geräte

CLIP - Caller Line ID Presentation; Rufnummernübermittlung (Presentation) bei der Wahl

CLIR - Caller Line ID Restriction; Rufnummernanzeige-Unterdrückung (Restriction) bei der Wahl

CMT - Cellular Messaging Teleservice; Nachrichtentyp in (amerikanischen) IS41-Netzen, mit Antwort-Möglichkeit

CN - Core Network

COBS - Consistent Overhead Byte Stuffing; Erweiterung des PPP-Protokolls

CODEC - COmpressor/DECompressor; Chip oder Algorithmus, der für eine Kompression und auf der Gegenseite für ein Auspacken der übertragenen Daten / Sprache sorgt

COFDM - Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex; Modulationsverfahren bei DAB, DVB und DIRC

COLP - Anzeige der Rufnummer, zu der ein Anruf ggf. umgeleitet wird

Compact HTML - Subset von HTML 2.0, 3.2 und 4.0 zur Anzeige auf den (japanischen) i-mode-Geräten; im Mai 2000 gab es ca. 9.000 i-mode-enabled Websites in Japan.

Conditional Access - Technik für Zugangsberechtigung zu Pay-TV und -Radio (Set Top Boxen, Chipkarten-Leser). Bild- und Ton-Signale werden verschlüsselt und können nur mit dem richtigen (bezahlten) Schlüssel sicht- bzw. hörbar gemacht werden. Auch für Internet-Broadcast-Dienste per Satellit geeignet.

COO - Cell of Origin; Lokalisierungs-Technik

CPC - Chipcard Personalisation Center; hier werden z.B. SIM-Karten mit Seriennummern, PIN und PUK versehen

CPCH - Common Packet Channel; derzeit optionaler Teil des Standard für paketbasierte Datenübertragung in UMTS; je nach Art der zu übertragenden Daten kann ein Gewinn von 1.3 - über 20x der Kapazität des Dedicated Channel (DCH) erreicht werden; entwickelt von Golden Bridge Technologies

CPT - Cellular Paging Teleservice; Nachrichtentyp in (amerikanischen) IS41-Netzen, ohne Antwort-Möglichkeit

CRC - Cyclic Redundancy Check; einfaches Fehler-Erkennungsverfahren

CSD - Circuit Switched Data; im GSM-Standard für leitungsvermittelte Datenverbindung; das Gegenteil von Packet Switched Data

CSMA/CA - Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance; Kanalzugriffsprotokoll z.B. bei Wireless LAN, bei dem eine sendewillige Station den Funkverkehr mithört und möglichst nur dann sendet, wenn kein anderer senden will

CT1 - Cordless Telephone der 1. Generation; Standard für analoge schnurlose Telefone

CT1plus - Cordless Telephone der 1. Generation (erweitert gegenüber CT1); analoger Schnurlosstandard

CT2 - Cordless Telephone der 2. Generation; digitaler Schnurlosstandard bei 864.1 bis 868.1 MHz; ETSI-Standard (I-ETS 300 131)

CTIA - Cellular Telecommunications Industry Association

CTM - Cordless Terminal Mobility; DECT Public; Standard für öffentliche DECT-Netze, z.B. Stadtvernetzung

CTP - Cordless Telephone Profile; eines der Bluetooth-Profile, für die Kommunikation mit Telefonen

CVSD - Continuos Variable Slope Delta Modulation; Sprachcodierung bei Bluetooth





-- D --



DAB - Digital Audio Broadcast; digitales Radio

Dafu - Datenfunk-Portal, -Informationen und -Dienstleistungen

DataTAC - Paketfunk-Standard von Motorola (Modacom)

Datex-J - Datex Jedermann (= BTX)

Datex-P - Data Exchange Packet-switched; X.25-Datendienst der Telekom

DCE - Data Communications Equipment

DCF77 - Zeitsignal; wird u.a. zur Unterstützung von Datenfunk im Zeitschlitzverfahren eingesetzt (und natürlich zum Empfang der genauen Uhrzeit); es wird ausgestrahlt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig; Reichweite ca. 1.500 km

DCH - Dedicated Channel; Übertragungs-Kanal in UMTS-Netzen

DCS - Data Coding Scheme

DDV - Daten-Direktverbindung

Dead Reckoning - Trägheitsnavigation; genauere GPS-Positionsbestimmung, indem durch Sensoren im Fahrzeug die Position fortgeschrieben wird, auch wenn gerade kein GPS-Signal empfangen wird; anschauliche Erklärung bei Cyclops

DECT - Digital Enhanced Cordless Telecommunications (auch: Digital European C.T.); digitaler Schnurlosstandard im 1.9-GHz-Bereich (1.880-1.900 MHz); geeignet u.a. für die "letzte Meile" und "Funkverlängerung" von ISDN

DECT-MMC - DECT MultiMediaConsortium; Interessenvereinigung, um DECT weiter zu standardisieren

DES - Data Encryption Standard; Verschlüsselungsverfahren zur sicheren Datenübermittlung, von Banken bevorzugt eingesetzt; gilt wegen der Schlüssellänge von nur 56 Bit nicht mehr als sehr sicher, Abhilfe schafft Triple-DES; in den 70ern von IBM entwickelt

DFS - Deutscher Fernmeldesatellit (Kopernikus)

DHCP - Dynamic Host Configuration Protocol; Terminals bekommen in IP-basierten Netzen üblicherweise vom Netzwerk eine IP-Adresse zugeteilt, die bei jedem Attach unterschiedlich sein kann

digitale Signatur - Bestandteil gesicherter Kommunikation; aus der gesamten Nachricht wird mit Hilfe eines geheimen Schlüssels des Absenders ein Prüfwert berechnet, mit dem der Empfänger überprüfen kann, dass die Nachricht tatsächlich von vorgeblichen Absender stammt und nicht verändert wurde.

Im Gesetz zur digitalen Signatur (Signaturgesetz - SigG) wird sie im § 2 so definiert: Eine digitale Signatur im Sinne dieses Gesetzes ist ein mit einem privaten Signaturschlüssel erzeugtes Siegel zu digitalen Daten, das mit Hilfe eines zugehörigen öffentlichen Schlüssels, der mit einem Signaturschlüssel-Zertifikat einer Zertifizierungsstelle oder der Behörde nach § 3 versehen ist, den Inhaber des Signaturschlüssels und die Unverfälschtheit der Daten erkennen läßt.

DIPRA - Digital Professional Mobile Radio; Betriebsfunk-Datenübertragung mit bis zu 12 kbit/s

DIRC - Digital Inter Relay Communication; Konzept eines Kommunikations-Netzes, bei dem die "Handys" gleichzeitig Endgerät und Relais-Station sind. Gute Aussicht auf Realisierung, da es eine interessanter Ansatz für die "letzte Meile" ist und viele Unternehmen der Telekommunikationsbranche ernstes Interesse haben.

DiSEqC - Digital Satellite Equipment Control; System zur Steuerung von Satelliten-Empfangsanlagen

DMCP - Dynamic Menu Control Protocol; Protokoll, das definiert, wie man per Smart Messaging das Menü eines GSM-Handys modifiziert

DNIC - Data Network Identification Code

DoJa - DoCoMo´s Version von MIDP (Java für Devices mit beschränkten Leistungsdaten)

DOPF - DataTAC Open Protocol Forum; Arbeitsgruppe, die sich um das DataTAC-Protokoll kümmert. Informationen auf der Site von WWDNOG

DPRS - DECT Packet Radio Service; soll in 2002 Bestandteil des DECT-Standards werden

DRIVE - Dynamic Radio for IP-Services in Vehicular Environments; Multimedia in Fahrzeugen unter Federführung von Ericsson

DRM (#1) - Digital Radio Mondial



DRM (#2) - Document Rights Management; nicht jedes Dokument darf einfach kopiert werden, denn der Ersteller hat u.U. eine Menge Mühe aufgewendet; es gibt verschiedene Verfahren, die das unerlaubte Kopieren verhindern; auf Dafu gibt es keinen Kopierschutz (ist bei HTML-Dateien auch schwierig, aber könnten ja als Grafiken anstelle Text angeboten werden, mit 20-fachen Datenvolumen, ...); deswegen wird jedermann, der Text-Teile und Dateien von Dafu auf eigenen Seiten oder in eigenen Dokumenten verwenden möchte, gebeten, beim Webmaster die Erlaubnis dazu einzuholen. Danke!

P.S.: Wenn wertvolle Inhalte zu akzeptablen Konditionen angeboten würden, wäre die Motivation zur Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen (aktuell vom Oktober 01: MS´s Windows Media) nicht mehr da. Die meisten Konsumenten sind ja bereit, einen gewissen Obulus für einen guten Film oder eine gute CD zu bezahlen. Der beste Schutz ist immer noch, die Waren (CDs, MP3, ...) so günstig anzubieten, dass sich das Kopieren nicht mehr lohnt.



DSCH - Downlink Shared Channel

DSI - Detailed Spectrum Investigation; Untersuchungen des Frequenzspektrums mit dem Ziel, die Frequenznutzung in den Mitgliedstaaten der CEPT zu harmonisieren; in Deutschland eine Aufgabe der RegTP

DSMA - Digital Sense Multiple Access; Kanal-Zugriffsverfahren, z.B. von Modacom verwendet

DSP - Digitaler Signal-Prozessor

DSR (#1) - Digital Satellite Radio

DSR (#2) - Distributed Speech Recognition

DSSS - Direct Sequence Spread Spectrum; Übertragungsverfahren von Wireless LAN Systemen; es wird ein breitbandiges Signal mit niedriger Leistung verwendet, das gegenüber schmalbandigen Störungen relativ unempfindlich ist

DTE - Data Terminal Equipment

DTMF - Dual Tone Multiple Frequency; Tonwahl, wobei für jede gewählte Ziffer zwei Töne gesendet werden

DTX - Discontinous Transmission; um Energie zu sparen, wird das Sendeteil eines Handys in Gesprächspausen ausgeschaltet

Dual-Mode - Handys, die mit zwei verschiedenen Frequenzen arbeiten können, z.B. GSM-900 und GSM-1800 oder GSM plus Satellitenfunk, oder (Ericsson TH 688) DECT + GSM.

Duplexabstand - Abstand der Frequenzen zwischen Sende- und Empfangskanal

Duty Cycle - Funkgeräte im 433- und 868-MHz-Bereich dürfen nur eine bestimmte Zeiteinheit pro Stunde senden

DVB - Digital Video Broadcast (digitales Fernsehen)

DWN - drahtloses Wählnetz; anderer Begriff für SCRA

Dynamic Label - erweiterter Radio-Text bei DAB; ähnlich wie RDS





-- E --



EAP - Extensible Authentication Protocol (WLAN)

ECC - Electronic Communications Committee

ECGI - Extended Cell Global Identification

eCos - Embedded Configurable Operating System; Info bei Red Hat

ECTRA - European Committee of Telecommunications Regulatory Affairs

EDACS - Enhanced Digital Access Communication System; proprietärer Bündelfunk-Standard von Ericsson für die USA

EDGE - Enhanced Data rates for Global Evolution oder auch Evolved Data for GSM Evolution; bereitet Netzwerke auf die Einführung von UMTS vor

EFR-Codec - Enhanced Full Rate Codec; Sprachcodierungs-Verfahren für hohe Sprachübertragungs-Qualität in GSM-Netzen

EIR - Equipment Identity Register; Komponente von GSM-Netzen

EMA - Electronic Message Association; offene Vereinigung, die Standards für elektronische Mail setzen will

EMI - External Machine Interface Protocol; Subset des UCP-Protokolls (von CMG definiert)

EMPS - Electronic Mobile Payment System

EMS - Enhanced Messaging Service; Zwischenstufe in der Entwicklung von SMS hin zu MMS; mehr Info von Mobile Lifestreams, die haben einen empfehlenswerten Report über SMS, EMS und MMS erstellt

EMV - Europay-Mastercard-Visa Spezifikation für Chipkarten-basiertes Bezahlen

E-OTD - Enhanced Observed Time Difference; von ETSI definierte Technik zur Positionsbestimmung in Mobilfunk-Netzen

ERAN - EDGE Radio Access Network; 3G-Standardisierung unter dem Namen UWC-136

Erlang - Maßeinheit für die Auslastung eines Funkkanals (aus der Verkehrstheorie; gute Erklärung bei Kai Rohrbacher; leider nicht mehr im Web, aber noch auf der Dafu-CD)

Ermes - European Radio Message System; neues Paging-System, das europaweit arbeitet und abhörsicher ist

ERO - European Radiocommunications Office, verwaltet einige Frequenzbereiche

ESME - External Short Message Entity; Begriff, mit dem Aldiscon einen Application-Server bezeichnet, der mit dem SMSC kommuniziert

ETACS - Extended Total Access Communications System; analoger Telefonstandard

ETSI - European Telecommunications Standards Institute; wurde 1988 zur Schaffung europaweit gültiger Telekommunikations-Standards gegründet

Euromessage

Eurosignal - Funkrufdienst der DeTeMobil, wurde zum 31.3.98 abgeschaltet

Eutelsat - European Telecommunikation Satellite Organisation; europäische Behörde zur Verwaltung von Satelliten-Kommunikationsdiensten





-- F --



FACCH - Fast Associated Control Channel; Kanal, der für die Übertragung von USSD-Kommandos verwendet wird; ca. 5x schneller als der für SMS verwendete SACCH (Slow Associated Control Channel)

FACH - Forward Access Channel; Übertragungs-Kanal in UMTS-Netzen

FBeitrV - Frequenznutzungsbeitragsverordnung; z.B. wird für die C-/D-/E-Netze ein Jahresbeitrag von 583.940 DM je Netz erhoben

FCC - Federal Communications Commission; amerikanische Regulierungsbehörde

FCD - Floating Car Data; Informationen über Fahrtrichtung, -strecke und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs; helfen Verkehrsinformations-Systemen, z.B. Staus zu erkennen

FEC - Forward Error Correction; leistungsfähiges Fehlerkorrektur-Verfahren, im Gegensatz zu Block-Verfahren wie CRC

FHSS - Frequency Hopping Spread Spectrum; Übertragungsverfahren von Wireless LAN Systemen

FIR - Fast InfraRed; Verfahren, um mit 4 MBit/s Daten per Infrarot zu übertragen

FLEX - Paging-Protokoll von Motorola; höhere Übertragungsgeschwindigkeit, größere Fehlertoleranz und höhere Datenkompression als frühere Paging-Protokolle wie POCSAG; die Deutsche Funkruf GmbH betreibt zur Zeit das einzige deutsche FLEX-Netzwerk. Brad Dye erklärt alles weitere in seinen FLEX-FAQ (ein Guru beantwortet die Fragen; nicht so trocken wie andere FAQs)

Flying Docker - Psion Serie 3a kombiniert mit Funkmodul für Modacom

FM - Frequency Modulation

FMC - Fixed Mobile Convergence

FMI - Fixed Mobile Integration; Erreichbarkeit in Fest- und Mobilfunknetz unter einer einheitlichen Rufnummer

FOMA - Freedom of Multimedia Access; NTT DoCoMo's 3G-Service

FR-Codec - Full Rate Codec; Sprachcodierungs-Verfahren für Sprachübertragung in GSM-Netzen

Freenet - im früher für das B-Netz reservierten Frequenzbereich kann man anmelde- und gebührenfrei über Entfernungen von 3 - 6 km funken (in Deutschland)

Fresnel-Zone - bei Richtfunk-Verbindungen reicht es nicht, wenn nur die direkte Verbindungslinie zwischen Sender und Empfänger Hindernisfrei ist, sondern es muss auch darum noch ein gewisser Bereich frei sein, den man die Fresnel-Zone nennt

FSE - FreiSprech-Einrichtung

FSF - Free Software Foundation

FSK - Frequeny Shift Keying; ein Modulationsverfahren

FSMS - Festnetz-SMS; auch mit Festnetz-Telefonen wie Siemens 4010 und 4015 kann man SMS versenden und empfangen

FSMSC - Festnetz-SMSC; das Gateway, das Kurz-Nachrichten aus dem und in das Festnetz vermittelt

FTZ - Fernmeldetechnisches Zentralamt

FuKo - Basis-Station im C-Netz

Funkübertragungsmeldung - bis 93 Zeichen lange Nachricht, die normalerweise der GSM-Netzbetreiber an eine Reihe von Teilnehmern versendet.





-- G --



GAA - GPRS Applications Alliance

GAP - Generic Access Profile; Standard bei DECT, damit DECT-Geräte eines Herstellers auch an Basisstationen anderer Hersteller funktionieren können; durch die ETSI 1996 festgelegt

GATS - Global Automotive Telematics Standard; Telematik-Standard für Nachrichten-Format und Übertragungsprotokoll; soll die Entwicklung von Telematik-Diensten und Geräten forcieren; von Mannesmann Autocom und Tegaron Telematics entwickelt

GCOS - GNU Card Operating System; ein Open-Source-Projekt für ein sicheres Smartcard-Betriebssystem

GERAN - GSM EDGE Radio Access Network

GfD - Gesellschaft für Datenfunk; betrieb von 1996 - 1997 ein paketorientiertes Datenfunk-Netz in DataTAC-Technologie

GFSK - Gaussian Frequency Shift Keying; Frequenz-Modulation z.B. bei DECT und Bluetooth

GGSN - Gateway GPRS Support Node; Bestandteil von GPRS-Systemen

G I B S - GPS-Informations- und Beobachtungssystem; ein Dienst für Nutzer des Global Positioning System (GPS)

Gipsy - GSM-PC-Card von Dr. Neuhaus zur Nutzung der Siemens-Handys S1, S3, S3com, S4, ... und baugleichen wie Sony CMD-1000

GIS - Geographical Information System

Glonass - Global Navigation Satellite System

GMCF - Global Mobile Commerce Forum

GMDSS - Global Maritime Distress and Safety System; GMDSS verbindet im Gefahrenfall automatisch mit einem Seenotrettungszentrum

GMLC - Gateway Mobile Location Center; im GSM-Standard 03.71 beschrieben

GMPCS - Global Mobile Personal Communications by Satellite

GMS - Graphic Message Service; das (Nokia-)Format, um Grafiken und Text zusammen in einer SMS zu verschicken

GMSC - Gateway-MSC; MSC mit Uebergang ins ISDN

GMSK - Gaussian Minimum Shift Keying; Modulationsverfahren, das bei GSM und Tetrapol zum Einsatz kommt; geringer Bandbreiten-Bedarf bei minimalem Störspektrum

GPRS - General Packet Radio Services; GPRS wird in GSM-Netzen Datenraten bis zu einem Maximum von 115 Kbps bieten. GPRS ist eine paketbasierte Technologie und daher ideal für TCP/IP-Anwendungen geeignet.

GPS - Global Positioning System; durch genaue Messung von Satellitensignalen kann man weltweit seine Position bestimmen

Group-Graphic - s. Gruppensymbol

Gruppensymbol - Feature der Nokia-Handys 6110, 8810 und aller neueren Nokia-Mobiles; man kann im Telefonbuch Anrufergruppen definieren, und wenn jemand aus dieser Gruppe (mit Rufnummernanzeige) anruft, wird auf dem Display ein der Gruppe zugeordnetes Symbol angezeigt. Die Grafiken gelangen über die serielle oder IR-Schnittstelle oder per 8-bit-SMS ins Handy. Man erstellt sie mit einem speziellen Editor, z.B. von KESSLER Wireless Design.

GRX - GPRS Roaming Exchange; Routing-Netzwerk, das GPRS- und UMTS-Netze miteinander verbindet

GSM - zuerst Groupe Speciale Mobile, bedeutet jetzt Global System for Mobile Communication; der Standard, der u.a. hinter den Mobiltelefon-Netzen D1, D2, E-Plus und E2 steht.

GSM Phase 2+ - dritte Entwicklungs-Stufe des GSM-Standards

GSM Pro - Erweiterung von GSM-Netzen, mit denen auch in GSM die Funktionen Gruppenruf und Dispatch genutzt werden können (bisher nur im Bündelfunk). MTN Südafrika war im August 1999 der erste Netzbetreiber, der diese Technik beschaffte. Seit Juli 2000 testet auch T-D1 diese Technik. Über eine Einführung in Deutschland wird zum Ende der EXPO entschieden.

GSM-R - GSM-Variante für Eisenbahn-Anwendungen (R steht für Rail); etwas niedrigere Frequenzen als bei GSM

GTP - GPRS Tunneling Protocol

GUI - Graphical User Interface; z.B. der WAP-Browser eines Handys

GUP - Generic User Profile





-- H --



Handover - Wechsel von einer Funkzelle in eine andere; s. auch Roaming

Handsender - kleines Gerät, das MFV-Töne z.B. zur Fernabfrage eines Anrufbeantworters generiert

HAPS - High Altitude Platform Station; Systeme zur Übertragung von Telekommunikations- und Rundfunkdiensten mittels Flugzeugen oder Luftschiffen, zum Beispiel die Stratosphären-Sendeplattform Skystation; Übersicht bei der Schweizer Regulierungsbehörde

HAVi - Home Audio-Video interoperability; von Grundig, Hitachi, Matsushita (Panasonic), Philips, Sharp, Sony, Thomson Multimedia und Toshiba entwickelter Standard für Heimnetzwerke, die aus Geräten wie CD-Spielern, Videorekordern, digitalen Kameras, Set Top Boxen etc. bestehen. Bluetooth oder HomeRF könnte Trägertechnik sein, Jini die Technik für die Software für die Verbindung der verschiedenen Geräte.

HBCI - Homebanking Computer Interface; erweiterbarer Branchenstandard der deutschen Kreditwirtschaft. Erweitert den bisherigen ZKA/Cept-Standard um eine große Anzahl von definierten Geschäftsvorfällen und ist auch in öffentlichen Netzen wegen der Datenverschlüsselung sicher einsetzbar. Im Rahmen des Homebanking-Abkommens haben sich alle deutschen Kreditinstitute verpflichtet, HBCI 1999 einzuführen.

HCI - Host Controller Interface (Bluetooth)

HDLC - High Level Data Link Control

HDML - Handheld Devices Markup Language; Verfahren, um Textteile und einfache Grafiken von Webseiten auf Handys oder drahtlos verbundenen PDAs anzuzeigen; neuer Name: WML - Wireless Markup Language; ursprünglich definiert von Unwired Planet (heißen jetzt Openwave). Mittlerweile wird die WAP-Standardisierung vom WAP-Forum betrieben.

Hermes - Weiterentwicklung von Pagerdiensten

HFR-Codec - Half Rate Codec; Sprachcodierungs-Verfahren für niedrige Sprachübertragungs-Qualität in GSM-Netzen

HHO - Hard Handover; ein Handover, das erst die Verbindung in der einen Zelle beendet, bevor die Verbindung in der neuen Zelle hergestellt wird

Hiperlan - schneller Standard für Wireless LAN bis zu 24 MBit/s, in der zweiten Version werden bis zu 54 Mbps im 5-GHZ-Frequenzbereich erzielt

HLR - Home Location Register; eine Datenbank in Mobilfunk-Netzen, die Informationen über Mobilfunk-Teilnehmer speichert

HomeRF - Mittelding zwischen Wireless LAN 802.11 und Bluetooth; durch die schnell sinkenden Preise für Wireless LAN ist der Bedarf für diese Technik stark gesunken... Infos auch bei PaloWireless

HSCSD - High Speed Circuit Switched Data; ohne teure Netzumrüstungen können in GSM-Netzen durch die Nutzung mehrerer Zeitschlitze Datenraten von bis zu 4x 14.400 bps erreicht werden. Die 14.400 bps pro Zeitschlitz (statt bisher 9.600) werden erreicht, indem für Datenverbindungen ein effizienteres Fehlerkorrektur-Verfahren als bisher verwendet wird. E-Plus führte diese Technik Ende 1999 ein. Mannesmann Mobilfunk folgte im Herbst 2000. Weltweit sind es rund 20 Netzbetreiber.

HSMD - High Speed Mobile Data; Produktname von HSCSD bei E-Plus

HTML - HyperText Markup Language; Format, in dem Dateien im Internet abgelegt sind; alle Dateien können mit einem einfachen Text-Editor wie dem Notepad gelesen und geändert werden; definiert werden logische Bestandteile wie Überschriften, Tabellen, Formatierungen, Plazierung von Grafiken, ... Eine sehr gute Übersicht, die auch bei der Erstellung der Dafu-Seiten wertvolle Hilfe leistete, ist Selfhtml von Stefan Münz

HTTP - HyperText Transfer Protocol; Protokoll, mit dem Informationen im Internet übertragen werden (RFC2068)

HZI - Home Zone Indicator; Feature von Handys; z.B. bei O2 kann durch ein Symbol angezeigt werden, dass man sich in der Homezone befindet





-- I --



ICM - Indicator Control Message; in vielen Telefonen kann der Empfang von Voice-Mail, Fax und E-Mail durch besondere Icons angezeigt werden. Das wird über SMS mit einem bestimmten User Data Header gemacht

ICMP - Internet Control Message Protocol

ICSA - Internet Cellular Smart Access; Basis für Value Added Services; Produkt von Sendit (SE)

IDEA - International Data Encryption Algorithm; 1990 an Swiss Federal Institute of Technology entwickelt. Schlüssellänge 128 Bit

iDEN - integrated Digital Enhanced Network; TDMA-Netzwerk von Motorola, z.B. bei Nextel in den USA installiert

IDS - Inbound Data Stream

IEEE - The Institute of Electrical and Electronics Engineers, Inc.

IEEE 802.11 - Protokoll-Standard für Funk-Netzwerke

IEP - Internet Enabled Phone; z.B. Smartphone, WAP-Phone oder Handy mit integriertem E-Mail-Client

IETF - Internet Engineering Task Force

IERS - International Earth Rotation Service; Dienst, der Erdrotationsparameter zur Verfügung stellt, die man für eine exakte Positionsbestimmung braucht

IMAP4 – Internet Message Access Protocol Version 4; bei diesem Mail-Protokoll verbleiben die Nachrichten auf dem Server

IMDR - Initiative Marketing Digital Radio

IMEI - International Mobile Equipment Identifier; Als IMEI bezeichnet man die fünfzehnstellige Gerätenummer eines Mobiltelefons. So wie der Mobilfunkanschluss des Teilnehmers durch den PIN gegen Missbrauch abgesichert ist, so ist auch das Mobiltelefon selbst nochmals geschützt. Sollte das Gerät gestohlen werden, kann der Netzbetreiber das Gerät auf eine Schwarze Liste setzen lassen. Dies führt dazu, dass der Dieb mit dem gestohlenen Handy selbst mit einer anderen SlM-Karte keine Gespräche mehr führen kann. Die IMEI wird nach Eingabe von *#06# angezeigt (bei den meisten Geräten).

iMelody - Sound-Format, das von der IrDA definiert wurde und von dem Teile in die Definition des Soundformats von EMS eingeflossen sind

i-mode - WAP-ähnlicher Daten-Service in Japan; innerhalb eines Jahres (bis Mai 2000) wurden über 6 Millionen Kunden gewonnen. Im Dezember 2001 wurde schon die Marke von 30 Millionen überschritten! Basis: Compact HTML

IMPP - Instant Messaging and Presence Protocol; Versuch der IETF, ein Protokoll für verschiedene Instant-Messaging-Dienste zu definieren

IMPS - Instant Messaging and Presence Service; Sammelbegriff für die bisher noch nicht standardisierten Systeme wie ICQ, Instant Messaging, MS Messenger, Yahoo! IM, ...

IMSI - International Mobile Subscriber Identification; Bei der IMSI handelt es sich um eine international eindeutige Kennung eines GSM-Mobilfunkteilnehmers in Form einer 15stelligen Zahl. Jeder D1- oder D2-Kunde erhält individuell eine IMSI, die im gesamten GSM-Geltungsbereich nur einmal vergeben wird. Die IMSI dient der Identifikation des Teilnehmers bei der Vermittlung und Signalisierung eines Anrufes. Da ein Teilnehmer mit Hilfe der IMSI auch von Unbefugten identifiziert werden könnte, wird statt der IMSI eine temporäre Teilnehmerkennung (TMSI) zur Signalisierung verwendet.

IMT2000 - International Mobile Telecommunications 2000; eine Ausprägung des UMTS-Standards

IMUN - International Mobile User Number

IN - Intelligentes Netz

Infofix - Funkrufempfänger zur T-Net-Box; informiert über eingegangene Nachrichten in einer T-Net-Box.

Inforuf - u.a. Wirtschafts- und Börsen-Nachrichten per Cityruf

InfoTAC - Modacom-Funkmodem von Motorola

Inmarsat - International Maritime Satellite Organisation; das älteste Satellitentelefon-Netz

IrDA - Infrared Data Association

IrFM - Infrared Financial Messaging; Specs für Bezahlen und andere Finanz-Vorgänge per Infrarot (per OBEX, daher auch auf Bluetooth auszuweiten)

IPv6 - damit kann jedes Mobil-Terminal und jeder Rechner eine eigene Public IP-Adresse bekommen; vereinfacht WAP-Push in UMTS-Netzen, da Geräte immer unter derselben IP-Adresse zu erreichen sind

Iridium - Satellitenfunk-Netz von Motorola; stellte den Betrieb im März 2000 ein, die Kunden können das Netz noch eine Zeitlang nutzen, müssen sich aber nach alternativen Diensten umsehen.

IS-41 - Interim Standard 41; in Amerika in Funknetzen verbreitetes Protokoll (CDMA)

IS-95/707 - amerikanisches Mobilfunk-Protokoll (CDMA)

IS-136 - amerikanisches digitales Mobilfunk-Protokoll (TDMA)

ISAD - Interessenverband Short Range Anwender Deutschland

ISDN - Integrated Services Digital Network; digitaler Telefondienst, Datenübertragung mit maximal 2x 64 kBit/sec (2 B-Kanäle) + 16 kBit/s im D-Kanal (Organisationskanal)

ISM - Industrial Scientific Medical; Name für den Frequenzbereich bei 2.4 GHz (und viele andere Frequenzen), der für Wireless LANs, Bluetooth, HomeRF, HiperLAN, ... gebührenfrei zur Verfügung steht

ISO - International Standards Organisation

ISP - Internet Service Provider; spätestens mit GPRS wird jeder Mobilfunk-Netzbetreiber auch zum ISP

ISPC - International Signalling Point Code

iTAP - ähnlich T9 wird damit die SMS-Texteingabe erleichtert

ITGS - Intelligent Traffic Guidance System; Verkehrsleitsystem, das aktuelle Verkehrsinformationen dynamisch in die Routenplanung einbezieht

ITSEC - Information Technology Security Evaluation Criteria; europäischer Standard für Computersicherheit

ITSI - Individual TETRA Subscriber Identity; Individuelle TETRA Teilnehmerkennung nach dem ETSI-Standard ETS 300 392-1; einfacher gesagt: Telefonnummern für Nutzer eines Tetra-Netzes wie z.B. das von Dolphin in Deutschland

ITU - International Telecommunications Union

IVR - Interactive Voice Response; Technik, um Dienstleistungen und Informationen sprachgesteuert zu erhalten; Einsatz z.B. bei den meisten Klingelton- und Logo-Angeboten über 0190-Nummern

IWF - Interworking Function; Modempool sichert Digital-Analog-Konvertierung und Kompatibilität zwischen GSM-Netz und anderen Netzen; auch die Hardware für den Übergang zu ISDN





-- J --



Javacard - Chipkarte, auf der Java-Anwendungen ausgeführt werden können

JDC - Japanese Digital Cellular; frühere Bezeichnung für PHS

JetSend - von Hewlett-Packard definierter Standard, mit dem Geräte wie Drucker und digitale Kameras intelligent Daten austauschen können. JetSend findet ein gemeinsames Datenformat, nachdem die tieferen Layer durch z.B. Bluetooth oder auch Kabel und einen Connection-Layer wie Jini hergestellt ist.

Jini - Software von Sun Microsystems auf Basis von Java, die die Kommunikation beliebiger Geräte (über Netzwerke) drastisch vereinfachen wird; besonders interessant im Zusammenhang mit Bluetooth

J-TACS - Japan TACS; TACS = Total Access Communications System

J2ME - Java 2 Platform, Micro Edition; von Sun entwickelter Standard für kleine Geräte





-- K --

K-Band - der Frequenzbereich zwischen 18 und 30 GHz; wird z.B. von Iridium für die Kommunikation zwischen den Satelliten benutzt.

Klingelton - bei den meisten aktuellen Handys kann man ausser den in der Firmware definierten Melodien auch selbst komponierte als Rufton speichern. Bei Nokia-Handys kann man diese Melodien auch bequem per SMS verschicken bzw. empfangen. Bei anderen Herstellern muss man die Melodie teilweise Ton für Ton eingeben...

KVM - Kilobyte Virtual Machine; Version der Java Machine, die mit besonders wenig Speicher auskommt, dafür aber auch einige Java-Komponenten weglässt





-- L --



LAC - Location Area Code; Teil des GSM-Positions-Signals, auch LAI genannt

LADGPS - Local Area Differential GPS

LAi - Location Area Identity; Teil des GSM-Positions-Signals, auch LAC genannt

LAP - Link Access Procedure

LBS - Location Based Service; ortsabhängige Dienste, z.B. kann per Funk aus einer Datenbank automatisch die nächste Tankstelle angezeigt werden, wenn das anfragende Gerät seine Position kennt

LCP - Link Control Protocol

LCR - Least Cost Router; ein Gerät, das bei jedem Anruf automatisch die preisgünstigste Vorwahl verwendet; wegen der sich häufig ändernden Tarife der Anbieter ist ein regelmäßiges Update erforderlich; die billigste Variante ist der MLCR, der "Manuelle Least Cost Router"; gibt es auch in einer Mobilfunk-Version

LDAP - Lightweight Directory Access Protocol; ein Protokoll für den Zugriff auf Verzeichnis-Dienste, z.B. das (interne) Telefonbuch eines großen Unternehmens

LEO - Low Earth Orbit; Satelliten, die in einigen hundert bis tausend Kilometern Höhe um die Erde kreisen

LIF - Location Interoperability Forum

Line of Sight - Sichtverbindung zwischen Infrarotr-Adaptern oder Richtfunk-Antennen; wenn sich ein Gegenstand (Gebäude) in der Sichtlinie befindet, ist je nach Technik keine Datenübertragung mehr möglich. Je nach Technik muss auch die -> Fresnel-Zone frei von Hindernissen sein.

Linux - Betriebssystem für PCs und auch für Notebooks; für viele Funk-Techniken gibt es auch Linux-Unterstützung

LLI - Logic Link Identifier

LMP - Link Manager Protokoll (Bluetooth: Verbindungs-Aufbau und -Management)

Local Loop - die "letzte Meile"; z.B. kann DECT die Lösung für die Anbindung von TK-Benutzern an die nächste Vermittlungsstelle sein; seit der Lizenzvergabe im Herbst 1999 dürfte Richtfunk bei vielen Anbietern die Technik der Wahl sein.

LOS - Line of Sight; direkte Sichtverbindung; z.B. bei Infrarot und Richtfunk

LPD - Low Power Device; anmelde- und gebührenfrei; auf 68 Kanälen (433,075 - 434,750 MHz) kann man anmelde- und gebührenfrei über Entfernungen von 500 m bis 3 km funken (in D); Geräte gibt es von Kenwood (u.a. bei Bareither + Raisch)

LPRA - Low Power Radio Association

LPS - Local Positioning System; System, um mit Transponder ausgerüstete Gegenstände auf kurze Entfernungen zu lokalisieren, z.B. Akten in einem Großraumbüro; mehr Info dazu auf den Seiten des Anbieters solcher Systeme, Thax

LSA - Localised Service Area; ein Netzbetreiber kann (bei UMTS) eine Gruppe von Zellen definieren, in denen bestimmte Zugriffskonditionen gelten, z.B. Internet-Zugang per Wireless LAN am Flughafen

LSM - PIN/PUK Letter Printing and Stacking Machine

LU7 - Fehlerkorrekturverfahren

LZH - Datenkompressions-Verfahren

L2CAP - Logical Link Control and Adaptation Protocol (Bluetooth: dieser Protokoll-Teil erzeugt die Datenpakete und dient zur Verbindungs-Überwachung)





-- M --



MAC - Medium Access Control (als Protokoll-Bestandteil; Message Authentication Code (im Zusammenhang mit Verschlüsselung)

MANET - Mobile Ad-hoc Network; Geräte in Funknetzen schließen sich dynamisch zu grösseren Einheiten zusammen und leiten den Verkehr selbständig zwischen sich weiter; Basisstationen und Festnetze werden damit bis auf wenige Übergangspunkte weitestgehend überfluessig; eine mögliche Realisierung ist DIRC

MAP - Mobile Application Part

Mask(e) - das feste Programm einer Mikroprozessor-Chipkarte

MCC - Mobile Country Code

M-Commerce - Mobile Commerce; elektronischer Handel unter Einbeziehung drahtloser Kommunikation

MDI - Mobile Data Initiative; Marketing-Aktivitäten unter Führung von Intel mit dem Ziel, das Thema Datenfunk einer größeren Öffentlichkeit bewusst zu machen

MeT - Mobile electronic Transactions; Initiative von Ericsson, Matsushita, NEC, Nokia, Siemens und Sony, die zum Ziel hat, sichere und einfache Methoden und Plattformen für E-Commerce mittels Mobiltelefonen z entwickeln; gestartet April 2000

Meteosat - einige Wettersatelliten, die permanent Wetter-Informationen abstrahlen

MExE - Mobile Execution Environment; diese Technik soll WAP um viele Funktionen erweitern, die vor allem Sicherheit, M-Commerce und Telefon-Kontrolle betreffen; in einer Umgebung können Anwendungen (z.B. Java Applets) ablaufen und bei Bedarf auch über das Netzwerk nachgeladen werden. Beispiel: neue Level eines Spieles oder eine bestimmte Analysetechnik für Börsenkurse

MExE Classmark - eine Kategorie für MExE-Terminals mit definierten Fähigkeiten; MExE-Anwendungen für eine Classmark sind auf Geräten dieser CM lauffähig

MFI - Melody Format for I-mode

MFV - Mehr-Frequenzwahl-Verfahren = Tonwahl

MHP - Multimedia Home Platform

MIDP - Mobile Information Device Profile

MIM - Modacom Identification Module; Karte mit Funktion analog zur SIM, aber für das Modacom-Netz. Funkmodems, die eine MIM aufnehmen, sind z.B. der "Adler" und das von ELSA (das nicht mehr vertrieben wird).

MIME - Multipurpose Internet Mail Extensions; das was wir heute als E-Mail mit Grafiken und beliebigen anderen Dateien nutzen, basiert auf MIME

MIS - Management Information System; Datenbank, die dem Management hilft, Entscheidungen zu fällen

MLP - Mobile Location Protocol

MMAP - MultiMedia Access Profile; auf den ETSI-Profilen GAP, AB2 und C2 basierender Standard für DECT-Datenübertragung; von Dosch-Amand initiiert

MMI - Man Machine Interface, also z.B. das Display und die Menüstruktur von Handys

MMO - Mannesmann Mobilfunk

MM - Multimedia Message

MMC - MultiMediaCard; Speicherkarte für Handys (z.B. Ericsson T29s, Siemens SL45), PDAs etc.

MMS - Multimedia Messaging Service; Standardisierung des multimedialen SMS-Nachfolgers durch 3GPP (in der Technical Specification 23.140)

MMSC - Multimedia Messaging Service Center; Anwendung, die Multimedia-Nachrichten entgegnnimmt, speichert und weiterverschickt, genau wie ein SMSC das für SMS tut

MMx (MM1 - MM7) - Referenzpunkte (definierte Schnittstellen) zur Kommunikation zwischen MMSC und verschiedenen (externen) Komponenten

MM1 - Kommunikation zwischen User Agent und MMSC

MM2 - Kommunikation intern im MMSC zwischen den Komponenten Relay und Server

MM3 - Kommunikation MMSC mit Gateways zu E-Mail-Systemen, Fax gemäß ITU T.37, Voice-Mail, Streaming, SMS, ...

MM4 - Kommunikation zwischen MMS Relay/Servern

MM5 - Kommunikation MMS Relay/Server mit HLR

MM6 - Kommunikation MMS Relay/Server mit externen Datenbanken

MM7 - Kommunikation zwischen MMS Relay/Server und MMS-Application Server

MM8 - Kommunikation zwischen MMS Relay/Server und Billing-System

MNC - Mobile Network Code

MNP (#1) - Mobile Number Portability; wenn man einmal eine (Mobilfunk)-Nummer hat, wird man sie zukünftig auch behalten können, wenn man den Netzbetreiber wechselt; dann kann man anhand der Vorwahl nicht mehr sagen, in welchem Netz der Teilnehmer Kunde ist (und damit auch nicht, ob es ein netzinternes oder ein teureres Gespräch wird; für Deutschland wurde von der RegTP schon mal der Einführungszeitraum Herbst 2002 genannt, es wird sich aber wohl verzögern; in vielen anderen Ländern ist MNP schon nutzbar

MNP (#2) - Microcom Networking Protocol, Gruppe von Protokollen zur Datenkompression und Fehlerkorrektur; von Fa. Microcom eingeführt

MNP 10 - Fehlerkorrektur-Protokoll mit Optimierungen für Funkverbindungen

MO - mobile originated; Verbindungsaufbau von einem mobilen Teilnehmer aus

Mobile Media Mode - Iniative zur Etablierung von drahtlosem Internet-Zugriff unter Berücksichtigung der eingeschränkten Bildschirm- und Tastatur-Ausstattung mobiler Geräte

Mobitex - alternativer Standard zu DataTAC; definiert von Ericsson

Mobycom - Funkmodem von Dr. Neuhaus für Modacom oder Mobitex

Modacom - paketbasiertes Datenfunk-Netz in Deutschland; Betreiber: DeTeMobil; steht für Mobile Data Communication

M.O.D.A.S. - Mobile Open Data Access Standard; Spezifikation eines Softwarestandards für den Datenaustausch zwischen mobilen Modacom-Terminals und einem zentralen Rechner per Messaging; definiert von der DeTeMobil zusammen mit Partnerunternehmen

MOI - Message Originator Indentifier

Momo - OEM-Funkmodul von Dr. Neuhaus für Modacom und Mobitex

MORANE - EU-Projekt, in dem die Funktionalität des GSM-R Systems auf Probestrecken untersucht wird

MoU - Memorandum of Understanding; 1987 vereinbarten Netzbetreiber in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien die gemeinsame Entwicklung zellularer Mobilfunksysteme

MPAPI - Mobile Phone application interface; Programmierschnittstelle für Nokia CardPhone

MPS - Messages per Second; Maß für die Performance von SMSCs, MMSCs etc.

MPT - Ministry of Posts and Telecommunications; japanische Behörde, die u.a. UMTS mit standardisiert

MS - Mobile Station; Handy oder Funkmodem oder GSM-PC-Card oder ...

MSC - Mobile Switching Center; Funkvermittlungseinrichtung als Bestandteil von Mobilfunk-Netzen; HLR und VLR sind entweder Bestandteil oder eng mit dem MSC verbunden

MSE - MExE Service Environment

MSISDN - Mobile Station ISDN Number; die MSISDN ist die technische Bezeichnung für die netzspezifische Nummer eines Kunden innerhalb eines digitalen Mobilfunknetzes. Auf das D2-Netz bezogen handelt es sich dabei um die D2-Nummer des D2-Kunden.

MSPP - Mediation Device for Telecommunication Networks

MSUA - Mobile Satellite Users Association

MT - mobile terminated; Verbindungsaufbau zu einem mobilen Teilnehmer hin, z.B. Anruf eines Handys

Multinumbering - damit an einem Handy bei ankommenden Rufen zwischen Sprache, Fax und Daten unterschieden werden kann, erhält man drei verschiedene Telefonnummern. Bei der Anmeldung im Netz bucht sich das Handy mit allen drei Nummern ein, und unterscheidet anhand der angerufenen Nummer, ob (im Display) ein Fax- oder Daten-Call angezeigt werden soll, oder das normale "Sprachklingeln" erfolgt.

MVNO - Mobile Virtual Network Operator; ein Mobilfunk-Netzbetreiber, der keine eigene Infrastruktur hat, ähnlich wie die Service-Provider; bekanntestes Beispiel: Virgin mobile in GB

MWI - Message Waiting Indicator; Information in NMT-Netzen, dass eine Nachricht vorliegt

M2M - machine to machine; Kommunikation zwischen Geräten z.B. in der Telematik





-- N --



Natel - schweizer Funkdienst

Native Mode - Betriebsart von Modacom-Funkmodems

Navi-Roller - Roll-Walze des Nokia 7110 Handys, die eine sehr schnelle Navigation im Adressbuch, in langen Nachrichten, in WML-Seiten ettc. erlaubt.

NAVSTAR GPS - Navigation System with Timing and Ranging Global Positioning System; das GPS-System

NBFH - Narrow Band Frequency Hopping; z.B. Bluetooth

NCCP - Nokia Cellular Card Phone

NCL - Native Control Language; Kommando-Set für die Steuerung von Modacom-Terminals im Native Modus

NDC - National Describer Code; Nummernkreise der einzelnen Mobilfunkbetreiber. Ein NDC für D2 ist z.B. 172, weitere NDC's 173, 174, 162, ...

NITZ - Network Internal Time Zone; wenn der jeweilige Netzbetreiber diese Funktion bereitstellt, brauchen Sie bei Reisen in andere Zeitzonen die Uhrzeit Ihres Mobiltelefons nicht selber umzustellen.

NMC - Network Management Center; Netzwerkmanagement-Zentrum, zentraler Bestandteil des Modacom-Netzes

NMEA 0183 - National Marine Electronics Association; NMEA 0183 ist die Standardschnittstelle für Datenaustausch in der Seefahrtselektronik, z.B. Datenstrom (im Klartext) zwischen GPS-Empfänger und serieller Schnittstelle

NMF - Network Management Forum; Das NMF ist ein Industriekonsortium aus Netzbetreibern, Dienstleistern, Herstellern, Nutzern und Forschungseinrichtungen. Schwerpunkt der Arbeit des NMF ist eine marktorientierte Standardisierung, die bestehende Lücken in existierenden Standards schließen will.

NMSI - National Mobile Subscriber Identity; in GSM-Netzen eindeutige Kennzeichnung eine Teilnehmers innerhalb eines Landes

NMT - Nordic Mobile Telephone Network; das erste Mobilfunk-System, das in Betrieb war (und in manchen Ländern noch heute ist)

NNSS - Navy Navigation Satellite System

NömL - Nichtöffentlicher mobiler Landfunk

NSPC - National Signalling Point Code

NSS - Network and Switching Subsystem; die Kombination von MSC, HLR und VLR bildet das GSM-Vermittlungsteilsystem

NTBA - Network Terminator for Basic Access (ISDN-Basisanschluss)

NUA - Network User Adress

NUI - Network User Identification

NWMP - NetWork Management Protocol; Protokoll bei i-mode





-- O --



OADC - Originator Address Code

OBEX - Object Exchange Protocol; Teil des IrDA-Standards zum Datenaustausch zwischen verschiedenen Geräten; Bluetooth hat diesen Standard übernommen

ODS - Outbound Data Stream

OFDM - Orthogonal Frequency Division Multiplex; Modulation von IEEE 802.11g und HiperLAN2

OIS - ein SMSC-Protokoll (von SEMA)

OMA - Open Mobile Alliance; am 12.6.2002 haben sich ca. 200 Unternehmen zusammengetan, mit dem Ziel, den Markt für mobile Services durch einheitliche Standards erfolgreicher anzugehen

OMAP - Open Multimedia Application Platform

OMC - Operations & Maintenance Center

Omniport - Paging-Dienst der DeTex GmbH; wurde zum 31.12.1997 eingestellt.

Operator-Logo - s. Betreiber-Logo

OSA - Open Service Access; ein Interface für das Virtual Home Environment

OSI - Open System Interconnection; das von der ISO definierte Schichtenmodell für Kommunikation und Datenübertragung

sieht folgende 7 Schichten vor:

1. Bitübertragungs-Schicht (Physikalischer Layer wie Kabel, Richtfunk, ...)

2. Sicherungs-Schicht (mit Protokollen für Verbindung, Fehlerkontrolle und -korrektur,

Zugriffsverfahren wie CSMA/CD, ...)

3. Vermittlungs-Schicht (Adressierung, Vermittlung, Verbindungs-Management, Routing)

4. Transport-Schicht

5. Kommunikationssteuerungs-Schicht (Session-Management, Datenfluss-Steuerung, Pufferung

und auch Gebühren-Berechnung)

6. Darstellungs-Schicht (Bereitstellung der Daten für Anwendungen, z.B. in Form von ASCII- und

EBCDIC-Zeichen; Konvertierungen, Druckerformat-. und Bildschirm-Anpassung)

7. Anwendungs-Schicht (Interface zum Anwender; Programme)

OSP - On-site Paging; Nahbereichs-Paging in Bereichen wie Krankenhäusern, Bürogebäuden, z.B. von Ascom Tateco

OTA - Over-The-Air; automatische Konfiguration z.B. der TCP/IP-Einstellungen für Handy-Internet-Zugang und WAP durch eine Short Message; damit kann auch die Start-URL im WAP-Mobiltelefon konfiguriert werden, die man vorher über ein Web-Interface an seine eigenen Wünsche anpasst.

O&M - Operations and Maintenance





-- P --



Packet Radio - Daten- und Nachrichtenaustausch im Amateur- und CB-Funk

PAD (#1) - Packet Assembler/Disassembler

PAD (#2) - Programme Associated Data; programmbegleitende Zusatzinformationen bei einem DAB-Hörfunkprogramm

Pager - Funkruf-Empfänger; kann je nach Technik Töne, Zahlen oder Texte in unterschiedlichen Mengen empfangen; im Gegensatz zu SMS und Modacom keine Antwort-Möglichkeit und daher keine Kontrolle des Senders, ob eine Nachricht auch empfangen wurde.

Paging - Versand von Funk-Nachrichten an -> Pager

PAN - Personal Area Network; Gruppe vernetzter Geräte in der persönlichen Umgebung, z.B. einige Bluetooth-Geräte, die wechselseitig miteinander kommunizieren

PAP (#1) - Push Access Protocol; Protokoll, das u.a. bei der Konfiguration von WAP-Handys per OTA-SMS dient

PAP (#2) - Public Access Profile; DECT-Standard für öffentliche Netze; wurde 1994 von der ETSI definiert und u.a. im Siemens Gigaset 910 verwendet; konnte sich aber nicht durchsetzen - stattdessen GAP

PBCC - packet binary convolutional coding; Kodierungsverfahren; optionaler Bestandteil des 802.11g WLAN Standards

PCIA - Personal Communications Industry Association

PCM - Pulse Coded Modulation

PCMCIA - Personal Computer Memory Card International Association; Gremium und Standard für Scheckkarten-große Devices

PCN - Personal Communication Network; in Deutschland E-Plus

PCS - Personal Communication System; Nordamerikanischer Funk-Standard

PC/SC - PC Smart Card Architektur; Standardisierungsbemühung für Hard- und Software-Interfaces für Smartcards in PCs

PCU - Packet Control Unit; Bestandteil von GPRS-Systemen

PDA - Personal Digital Assistant; kleine Computer wie Psion Serie 3, 3COMs Palm usw.

PDC - Personal Digital Cellular; japanischer Mobilfunk-Standard - derzeit über 40 Millionen Nutzer; damit ist PDC der zweitwichtigste Mobilfunk-Standard in der Welt! (nach GSM); auch "Pacific Digital Cellular" genannt

PDH - Plesiochronous Digital Hierarchy

PDN - Packet Data Network; z.B. Modacom

PDP - Packet Data Protocol

PDT - Positioning Determining Technology; z.B. COO, E-OTD, TOA; von MindLoc gibt es einen Location Server, der die verschiedensten Quellen (auch GPS, Bluetooth, ...) von Positions-Informationen in das Standard-Format UGAD umsetzt. Das steht dann Anwendungen zur Verfügung, die die User-Position auswerten.

PDU - Protocol Data Unit; Pakettyp bei Modacom (und anderen Mobilfunk-Standards)

Pegasos - Software zur Planung von Mobilfunknetzen

PGP - Pretty Good Privacy; Verschlüsselungsprogramm für E-Mail

Phase-2-SIM-Karte - SIM-Karte der 2. Generation, die bis zu 150 Rufnummern und 10 Short Messages speichern kann; seit Mitte ´95

PHS - Personal Handyphone System; japanischer Mobilfunk-Standard

PI (#1) - Push Initiator (aus der WAP 1.2 Spezifikation)

PI (#2) - Program Identifier; Bestandteil des RDS-Signals

Piano - Motorola's Codename für eine drahtlose Kurzstrecken-Netzwerk-Technologie, die das Bindeglied zwischen Bluetooth als physikalischen Layer und Jini als Netzwerk darstellen kann; soll in Bluetooth-Standard einfließen

Piconet - Netzwerk aus 2 - 8 Bluetooth-Geräten; eines ist der Master, die übrigen sind Slaves; ein Slave kann zu mehreren Piconets gehören - dann liegt ein Scatternet vor

PIM - Personal Information Management; Verknüpfung von Terminen, Adressen, Telefonnummern und Aufenthaltsort; meistens in Zusammenhang mit PDAs oder Smartphones

PIN - Personal Identification Number; Zugangscode für ein Handy, ohne den es nicht genutzt werden kann

PIN2 - Personal Identification Number 2; weiterer Zugangscode zu speziellen Handy- bzw. Netzfunktionen

PIXIT - Protocol Implementation eXtra Information for Test; Teil der ISO-9646 Dokumentation über Konformitäts-Tests; auch ITU-T X.290 - x.296

PKI - Private Key Infrastructure

PLMN - Public Land Mobile Network

PLPC - Physical Layer Convergence Protocol; bei 802.11 Teil des Layers 1 des OSI-Modells

PM_ADDR - Parked Member Address; Adresse eines geparkten Bluetooth-Devices in einem Piconet

PMP - Point to Multipoint; Richtfunk-Technik für die "letzte Meile"

PMR - Private Mobile Radio; Technik z.B. digitaler Bündelfunk (Tetra)

POCSAG - Post Office Code Standardization Advisory Group; Datenübertragungsverfahren zu Pagern, binär codiert, 512 Bit/sec

POI (#1) - Privacy Override Indicator; auch wenn ein Anwender definiert, dass keine Informationen über seine Position preisgegeben werden dürfen, kann z.B. eine richterliche Anordnung diese Einstellung überstimmen; das kann man mit dem Abhören von Telefonen vergleichen

POI (#2) - Point of Interest; auf (digitalen) Karten werden z.B. Tankstellen, Briefkästen, Kinos ... eingeblendet, je nach (momentanem) Interesse des Anwenders

POP3 – Post Office Protocol Version 3; Protokoll, um E-Mail aus Mail-Postfächern abzuholen

POS - Point of Service; z.B. Geldausgabe-Stelle oder Kasse

POTS - Plain Old Telephony System; das "normale", leitungsgebundene Telefon-Netz

PPG - Push Proxy Gateway (aus der WAP 1.2 Spezifikation)

PPP - Point to Point Protocol; Authentisierungsverfahren (andere: CHAP, SPAP)

PPSM-GT - Personal Portable System Manager-GT; Echtzeit-Betriebssystem-Plattform von Motorola; Extended Systems hat dafür einen Bluetooth-Protokoll-Stack entwickelt

PPSP - Pre Paid System Platform for Mobile Telecommunications

PPTP - Point to Point Tunneling Protocol; Protokoll, mit dem man VPN (virtuelle private Netzwerke) sicher über eigentlich unsichere Leitungen wie Funk oder Internet realisieren kann

PSPDN - Public Switched Packet Data Network

PSK Modulation - Phase Shift Keying; Modulations-Verfahren, das u.a. im Amateurfunk genutzt wird; Erklärung auf den Seiten von AMSAT

PSS - Packet switched Streaming Service

PSTN - Public Switched Telephone Network; das "normale" leitungsgebundene Telefon-Netz

PTZ - Posttechnisches Zentralamt

PUK - Personal Unblocking Key; auch Super-PIN; wenn man auf einem Handy die PIN 3x falsch eingegeben hat, ist es gesperrt und kann nur nach Eingabe des PUK (und Eingabe einer neuen PIN) wieder genutzt werden

PWT - Personal Wireless Telecommunication Interoperability Standard





-- Q --



QoP - Quality of Position; Gütemaß für die Positions-Bestimmung bei GPS und bei Location Based Services

QoS - Quality of Service; garantierte Verfügbarkeit von Bandbreite als Qualitätsmerkmal paketvermittelter Leitungen und zukünftig GPRS; weitere Ausprägungen von QoS: Zuverlässigkeit (Reliability), Priorisierung (Precedence), Verzögerung (Delay); wenn ein mobiles Terminal QoS anfordert, teilt das Netz das QoS-Level zu, das aus Recourcen-Sicht derzeit vertretbar ist

QPSK - Quadrature Phase Shift Keying Modulation, wird bei EDGE und IRIDIUM verwendet

Quix - ehemaliger Paging-Dienst von Miniruf





-- R --



RAB - Radio Access Bearer

RACH - Random Access Channel

Radio Wave - Transport-Protokoll optimiert für Modacom von Berotronika

RADIUS - Remote Authentication Dial-In User Service; Verfahren, damit verschiedene RAS-Server Zugangsberechtigungen (Username, Passwort) anhand einer zentralen Rechte-Datei überprüfen können; RADIUS ist in der Regel ein Prozess auf einem Unix-Rechner

RAIM - Receiver Autonomous Integrity Monitoring; Verfahren, mit dem GPS-Empfänger versuchen, die Integrität von GPS-Signalen zu bestimmen

Raisting - Standort der Erdfunkstelle der Deutschen Telekom für den Übergang zum Satellitenfunk Inmarsat

RAN - Radio Access Network

RAP - Radio Access Point; Überleiteinrichtung in militärischen Funknetzen

RAS - Remote Access-Server; Netzwerk-Zugang von außerhalb, z.B. über Wählverbidungen oder natürlich Mobilfunk

RBDS - Radio Broadcast Data System; amerikanische Bezeichnung für RDS

RC4 - Stream-Chiffrier-Verfahren, das Ron Rivest für die Fa. RSA entwickelt hat

RC5 - Rivest Cypher Algorithm No. 5; Ron Rivest ist einer der "Erfinder" des RSA-Algorithmus; ein Public Key Verschlüsselungs-Algorithmus

RD-LAP - Radio Data-Link Access Protocol; Protokoll im Modacom-(DataTAC-)Netz

RDN - Radio Data Network

RDS - Radio Data System; Übermittlung von Textinformationen per UKW-Radio

Reed-Solomon - Fehlerkorrektur-Verfahren, das z.B. von CDPD verwendet wird

ReFLEX - Erweiterung von Motorola´s FLEX-STandard auf bidirektionale Geräte

RegTP - Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (in Deutschland)

replizieren - Daten abgleichen, z.B. in Lotus Notes geänderte Daten zwischen Client und Server austauschen

RF - Radio Frequency

RFC – Request For Comments; im Internet werden alle möglichen Verfahren, z.B. das HTTP oder POP3 in Form von RFCs abgelegt. Jedermann hat die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu diesen Empfehlungen zu machen

RFCOMM - Emulation einer seriellen Schnittstelle gemäß ETSI GSM 7.10 (auch Bluetooth)

RFID - Radio Frequency Identification; Personen oder Objekte können berührungslos über gewisse Entfernungen identifiziert werden; wird beim System von Thax verwendet; Motorola's RFID-Produkte werden jetzt von Indala vermarktet und weiterentwickelt.

R-GSM - Anpassung des GSM-Standards für Eisenbahn-Anwendungen; etwas andere Frequenzen als GSM, denn es wäre ja fatal, wenn eine Signalsteuerung per Funk nicht erfolgen kann, weil alle Kanäle durch Gespräche belegt sind ...

Richtfunk - (schnelle) Funkverbindung zwischen zwei festen Anlagen oder Standorten

Ricochet - drahtloser Internet-Dienst mit maximal 128 kBit/s von Metricom in Teilen der USA; wurde im August 2001 eingestellt

RINEX - Receiver Independant Exchange-Format; DGPS-Datenformat für Genauigkeiten von ± 1 cm

Ringtone - s. Klingelton

RJ-11 - "normaler" Telefonstecker, der in Telefonanlagen Standard ist. Modemhersteller liefern meistens Kabel mit, die in einem RJ-11-Stecker enden, der in einen TAE-Stecker gesteckt werden kann.

RLP - Radio Link Protocol; Fehlerkorrektur-Protokoll, das u.a. in GSM verwendet wird

RNC - Radio Network Controller; Komponente des (Modacom-)Funk-Netzes

RNG - Radio Network Gateway; Komponente des Modacom-Netzes

Roaming - Wechsel von einem Funknetz zu einem anderen; s. auch Handover

ROHC - Robust Header Compression; Optimierung des IP-Protokolls, die Redundanzen im IP-Header entfernt und so dieselben Daten mit einer geringeren Byte-Anzahl überträgt; RFC3095; bei IPv6 kann das bis zu 75% ausmachen

Roll-Over - bei GPS-Empfängern sind am 22.8.1999 seit der Systemeinführung 1024 Wochen verstrichen, und für einige GPS-Empfänger war dann wieder der 6.1.1980, weil die Wochenzählung wieder bei Null beginnt

RPM - Radio Packet Modem; Funkmodem für Modacom (und andere DataTAC-Netze)

RSA - Public-Key-Verschlüsselungsverfahren von Rivest-Shamir-Adleman, das auf der Problematik beruht, große Zahlen in ihre Primfaktoren zu zerlegen

RSSI - Received Signal Strength Indicator; Funkfeldstärke-Anzeige

RTCM - Radio Technical Commission for Maritime Service; Organisation, die das DGPS-Datenformat für Realtime-Anwendungen normiert

RTFM - read the fine manual :-) - bevor man verärgert eine Hotline anruft, lohnt sich oft ein Blick ins Handbuch...

RTTTL - ringing tones text transfer language; das Format, in dem Siemens-Handys Klingeltöne entgegennehmen

RTTY - Radio Teletype, Funkfernschreiber

RXP - Roaming eXchange Protocol; die PCIA hat dieses Roaming-Protokoll für ReFLEX-Netze verabschiedet





-- S --



SA - Selective Availability; gewollte Verschlechterung des GPS-Signals

SAC - Subscriber Acquisition Cost; Maß für Netzbetreiber, was es sie kostet, einen neuen Kunden zu gewinnen

SACCH - Slow Associated Control Channel; in GSM der Weg, den Short Messages während eines Telefongesprächs nehmen; USSD verwendet den ca. 5x schnelleren FACCH (Fast Associated Control Channel)

SAPOS - Satelliten-Positionierungs-Dienst; die (deutschen) Vermessungsämter bieten bietensehr genaue DGPS-Informationen für verschiedene Zwecke an, z.B. Landwirtschaft, Vermessung

SAR (#1) - spezifische Absorptionsrate; Messwert dafür, wieviel elektromagnetische Strahlung der menschliche Körper pro Kilogramm Gewicht beim Gebrauch von Funkgeräten (Handys) aufnimmt; SAR-Infos geben die Hersteller von Mobiltelefonen an; eine SAR-Werte-Übersicht im Internet.

SAR (#2) - Segmentation and Re-Assembly; Feature von WAP-Gateways, das u.a. für MMS benötigt wird; definiert im Dokument WAP-201-WTP

Scall - Paging-Dienst der DeTeMobil; seit 1.7.99 in Qbic umstrukturiert

Scatternet - wenn ein Bluetooth-Gerät gleichzeitig zu mehreren Piconets gehört, wird dadurch ein Scatternet gebildet

Schaltpager - Pager mit Schaltausgängen; damit kann man z.B. im Wochenendhaus Heizungen ein-/ausschalten, Pumpen steuern usw.

SCO - Synchronous Connection-Oriented; Verbindungstyp bei Bluetooth

SCR - Standard Context Routing; Protokoll bei Modacom bzw. Datatac

SCRA - Single Channel Radio Access; taktischer Mobilfunk; speziell für militärische Anwendung; Beschreibung z.B. im Wehrtechnischen Report 1/93

SDCCH - Stand alone Dedicated Control Channel; in GSM der Organisationskanal, über den SMS normalerweise verschickt werden

SDH - Synchronous Digital Hierarchy; Übertragungsstandard für synchrone Übertragungsnetze

SDK - Software Development Kit

SDM - Short Data Message im Organisationskanal von Bündelfunk-Netzen

SDP - Service Discovery Protocol (Bluetooth: damit werden andere Bluetooth-Geräte in Reichweite aufgespürt)

SDR - Service Detail Record; Datensatz mit Billing-Informationen zur Abrechnung durch einen Netzbetreiber

SDS - Short Data Service; Kurznachrichten-Dienst in Tetra-Netzen (Dolphin)

SDU - Service Data Unit; Pakettyp bei Modacom oder WAP

SEAL - Software-optimized Encryption ALgorithm; von IBM entwickeltes Stream-Chiffrier-Verfahren mit 160-Bit-Schlüssel

Service-Provider - Anbieter bzw. Vermittler von Mobilfunk-Dienstleistungen

SET - Secure Electronic Transaction

SFR - Single Frequency Reuse

SGSN - Serving GPRS Support Node; Bestandteil von GPRS-Systemen

SI - Service Indication; Signalisierung einer Push-Nachricht (aus der WAP 1.2 Spezifikation)

SIA - Session Initiation Application

SIM - Subscriber-Identity-Module; Karte, die die Teilnehmerinformationen enthält; wird in Telefon eingesteckt

SIM-Lock - ein Handy kann so konfiguriert, dass ein Security-Code eingegeben werden muss, bevor es mit einer anderen SIM-Karte eingesetzt werden kann. Dafür kann es zwei Gründe geben: ein Kartenanbieter (Telefongesellschaft) will seine Kunden an sich binden, und es stellt einen gewissen Diebstahlschutz dar. Allerdings merkt der Dieb das zu spät und wird so ein Handy kaum zurückgeben, sondern mit einem Tool oder einen ihm eventuell bekannten geheimen "Generalschlüssel" versuchen, diesen SIM-Lock zu umgehen.

SIM Toolkit - GSM Standard (11.14), der es erlaubt, Anwendungen per SMS in den SIM-Kartenspeicher zu laden; Menüpunkte im Handy können von außen zugefügt und entfernt werden.

SIP - Session Initiation Protocol; Infos + Links bei der IETF

SIR - Serial InfraRed; die erste Version des Infrarot-Standards, die 115.200 bps Datenrate bietet

Skyper - Paging-Dienst der DeTeMobil für Spaß, Infos und persönliche Textnachrichten; seit 1.7.99 in Qbic umstrukturiert, seit 2001 ein Dienst von e*Message

SLIP - Serial Line Internet Protocol

Smart Messaging - von Nokia definierte Erweiterung von SMS, wobei bestimmte User Data Header (UDH; ein nicht auf dem Bildschirm sichtbarer Teil von SMS) dem empfangenden Telefon signalisieren, dass es sich nicht um eine einfache Text-Nachricht handelt, sondern z.B. um einen Klingelton, ein Logo, eine Bildnachricht, oder... ; erlaubt z.B., den Communicator 9110 automatisch per SMS für Internet-Zugang zu konfigurieren, WAP-Gateway-Einstellungen in WAP-Handys zu schicken u.v.a.m. Gute Beschreibung von Nokia.

SME - Short Message Entity; jede Quelle von Kurznachrichten: Handy, PC mit SMSC-Anbindungs-Software, Web-Interface (mit dahinterliegender SMSC-Anbindung), etc.

SMG - Special Mobile Group; entwickeln Standards für die GSM-Kommunikation

SMIL - Synchronised Multimedia Integration Language; beschreibende Sprache, die es ermöglicht, Sound, Text, Grafiken und Video in Multimedia-Nachrichten (MMS) zu integrieren. Und zwar nicht nur wie bei E-Mail als Dateianhang, sondern in Slides ähnlich wie bei einer Präsentations-Software

SMPP - Short Message Peer to Peer; Protokoll von Logica (Aldiscon) zur Kommunikation zwischen Wireless Data Gateways wie SMSC oder USSD-Server und und einem Nachrichten-Server wie einem E-Mail oder Messaging-Server oder auch WAP-Proxy

SMS - Short Message; Kurznachricht bis zu 160 Zeichen in GSM-Netzen

SMSC - Short Message Service Center

SMS-CB - SMS-Cellbroadcast; alle entsprechend aktivierten Handys in einem gewissen Bereich erhalten dieselben Nachrichten. Vergleichbar mit RDS; ETSI hat Cellbroadcast im Papier GSM 03.41 definiert

SMTP - Simple Mail Transfer Protocol

S/N (#1) - Signal / Noise Ratio; das Verhältnis zwischen Signal und Störungen bestimmt, wieviele Daten über einen Kanal tatsächlich übertragen werden

S/N (#2) - Serien-Nummer

SnakeBITE ist ein Joystick von ismo für Besitzer von Nokia-Handys, die ihr Snake lieben...

SOAP - Simple Object Access Protocol

SOFIA - Sonderstelle für ISDN-Anwendungen; war eine Dienststelle der Telekom in Mannheim

Softkey - Taste an Handys, die das Menü aufruft

Softmodem - auch ohne PC-Card kann eine Software die Modem-Funktion eines Handys nutzen und für die Kommunikation (meistens) über die serielle Schnittstelle an ein Handy verschicken; im Zusammenhang mit Notebooks: eine Software wird in den Speicher eines DSPs (Digitaler Signal-Prozessor) geladen sodass dieser die Modem-Funktion wahrnehmen kann

SONET - Synchronous Optical Network

SPANworks - Software, die Toshiba mit ihrer Bluetooth PC-Card mitliefert; Dateiaustausch, Messaging (Chat) und gemeinsames Betrachten von PPT-Präsentationen oder allgemeiner: Bildschirm-Sharing (z.B. wenn man keinen Beamer hat)

SPAP - Shiva PAP; Authentisierungsverfahren, das u.a. von Microsoft bei RAS unterstützt wird (andere: CHAP, PPP)

SS7 - Signalling System No. 7; Protokoll für die Signalisierung (Prozedur von Verbindungsaufbau und -abbau) in digitalen Netzen wie GSM und ISDN; auch Roaming-Informationen bis hin zum Zellen-Wechsel werden hierüber signalisiert

SSI - Signal Strength Indication; Anzeige der Stärke eines Funk-Signals

SSL - Secure Socket Layer; gesichertes Protokoll für die Übertragung z.B. von Rechnungsdaten, Kreditkarten-Infos etc.

SSS - Switching SubSystem

SSTV - Slow-Scan Television; Modulationsverfahren, bei dem Daten zur Übertragung in hörbare Töne umgesetzt werden; im Gegensatz zum Namen aber in sehr guter Qualität

STK - SIM Toolkit

Subscriber - Kunde eines (Mobilfunk-)Netzes

Super-PIN - anderer Name für -> PUK

SurfCard - Modacom-Funkmodem, das 1997 (oder 1996?) von der jetzt nicht mehr existierenden VLSI-Tochter CSyS entwickelt wurde

SyncML - Protokoll für drahtlose Daten-Synchronisation (Adressen, Termine, Mail, To-Do-Listen, ...) zwischen verschiedensten Geräten; die Version 1.0 wurde im Dezember 2000 verabschiedet; auch die Organisation, die das standardisiert; Mitglieder: Ericsson, IBM, Lotus, Matsushita, Motorola, Nokia, Palm Inc., Psion und Starfish Software





-- T --



T9 - text on nine keys; Verfahren von Tegic zur (SMS-)Eingabe mit nur neun Tasten und trotzdem nur je einem Klick pro Buchstaben

TACAN - Tactical Air Navigation; UHF Radio-Navigations-System für Militär-Flugzeuge

TACS - Total Access Communication System; britischer analoger mobile Telefon-Standard, basiert auf dem amerikanischen AMPS-System

TAP - Telocator Alphanumeric Protocol; ein schon 1988 definierter Paging-Standard; Kommunikation mit D1 (für SMS) und Telmi; Infos dazu bei Motorola

TAP3 - Transferred Account Procedure 3; Protokoll für die Abrechnung zwischen verschiedenen Netzbetreibern; die Version 3 beherrscht auch das Billing von Value Added Services in GPRS

TAPI - Telephone Application Programming Interface; Standard für Telefon-Steuerung unter Windows

TCAP - Transaction Capability Application Part; Bestandteil von Protokollen, z.B. USSD

TCE - Transcoding Equipment

TCOS - Telesec Chipcard Operating System; Betriebssystem für Chipkarten, entwickelt von der Deutschen Telekom (Telesec)

TCP/IP - Transmission Control Protocol/Internet Protocol; DAS Protokoll zur Datenübertragung (nicht nur) im Internet

TCS - Telephony Control/Signaling

TDMA - Time Division Multiple Access; Verfahren um den GSM-Funkkanal in 8 verschiedene Zeit-Slots aufzuteilen: 7 für Sprach- oder Datenverbindungen und 1 Kanal Verbindungsfortschritt- und Verbindungssteuerungsinformationen. Kommt z.B. bei DECT zum Einsatz

TDP - Telocator Data Protocol

Teledat Cordless - Marketing-Bezeichnung für die DECT-PC-Card von Dosch-Amand im Vertrieb der Telekom

Telematik - die Kombination von Telekommunikation und Informatik

Telesec - Verfahren der Telekom für die Datensicherung per Chipkarte

Telmi - Paging-Dienst der Deutschen Funkruf GmbH

TEMEX - Telemetrie Exchange; eine Zeitlang ein dedizierter Dienst der Telekom zur Übertragung von Telemetriedaten

Tetra - digitaler Bündelfunk, z.B. von Nokia

Tetrapol - Alternative zu Tetra; mehr Info z.B. in den FAQ von Siemens

TFTS - Terrestrial Flight Telephone System; Luft-zu-Boden-Telefonie und Fax für Flugzeug-Passagiere; SAS, Air France und British Airways bieten es ihren Kunden schon an. In Deutschland soll die Lizenz am 8.10.98 vergeben werden, wohl an die Lufthansa

TIA - Telecommunications Industry Association

TINA - Telecommunications Information Networking Architecture

TIPHON - Telecommunications and Internet Protocol Harmonisation over Networks; ETSI-Projekt mit dem Ziel, Sprach-Kommunikation zwischen IP-basierten und leitungsorientierten Netzwerken sicherzustellen

TKG - (deutsches) Telekommunikationsgesetz; von 1996, hat genau 100 Paragraphen

TKO - Telekommunikationsordnung

TLS - Transport Layer Security

TMC - Traffic Message Channel; Übermittlung von Verkehrsfunk-Meldungen durch ein RDS-fähiges Radio

TMCC - TETRA Mobile Country Code; TETRA Mobile Landeskennzahl, für Deutschland ist das die 262

TMNC - TETRA Mobile Network Code; Netzkennung eines TETRA-Netzes

TMSI - Temporary Mobile Subscriber Identity; Die TMSI wird nach dem allerersten Einbuchen anstatt der IMSI zur Identifikation des Teilnehmers verwendet. Bei jedem Einbuchen wird eine neue TMSI vergeben, so dass die Anonymität des Teilnehmers bei jedem Anruf gewährleistet ist.

TNPP - Telocator Network Paging Protocol

TOA - Time Of Arrival; von ETSI definierte Technik zur Positionsbestimmung in Mobilfunk-Netzen

Transparent Mode - Betriebsart von Modacom-Funkmodems

TUI - Textual User Interface; z.B. die Bedienung eines Spiels per SMS

Transponder - passiver Sender, z.B. zur Warensicherung in Kaufhäusern; am 10.6.2001 (Sonntag) ab 15:00 gab es in Bielefeld einen Vortrag über Transpondertechnik "Gefunden: Nadel im Heuhaufen" (auf dieser Seite auch weiterführende Links zu Transpondertechnik) als Nummer 111 der Public Domain Reihe

TRN - Transaction reference number; Teil einer UCP-Message

Trustcenter - Firma oder Behörde, die beglaubigte Schlüssel zur gesicherten Datenübertragung generiert und verteilt

TSG - Technical Specification Group; Gruppen innerhalb 3GPP; es gibt CN (Core Network), GERAN (GSM EDGE Radio Access Network), RAN (Radio Access Network), SA (Services and System Aspects) und T (Terminals)

TTC - Telecommunication Technology Committee; japanische Behörde, die u.a. UMTS mit standardisiert

TTFF - Time to first Fix; Zeit, die ein GPS-Empfänger braucht, bis er nach dem Einschalten zum ersten mal seine Position bestimmen kann

TTML - Tagged Text Markup Language; Bestandteil von Nokias Smart Messaging Spezifikationen; kann man als WAP-Vorläufer ansehen

Typhon - Mapping E.164 <-> MSISDN





-- U --



UA - User Agent; bei MMS sorgt der UA für die Darstellung einer Multimedia Message auf dem Terminal

UART - Universal Asynchronous Receiver/Transmitter; Schnittstellen-Baustein für serielle Schnittstellen von PCs und vielen Datenerfassungs-Geräten

UCB - USSD Call Back

UCP - Universal Computer Protocol; Protokoll für die Kommunikation mit einem CMG-SMSC; wird von D2 und Quix eingesetzt; alle Versionen werden bei CMG dokumentiert; auch D2 Vodafone hält in der Download-Area unter SMS eine PDF-Datei mit den Specs online

UDCP - USSD Dialogue Control Protocol; Protokoll mit dem es (zumindestens prinzipiell) möglich ist, auch USSD als Bearer für WAP-Dienste zu nutzen; so ist USSD eigentlich nur ein halbduplex Protokoll

UDH - User Data Header; Anfang einer SMS, der z.B. dafür sorgt, dass eine SMS als Klingelton, EMS oder OTA-Einstellung interpretiert wird; Beschreibung im ETSI-Dokument GSM 03.40

UDP - User Datagram Protocol; einfaches verbindungsloses Transport-Protokoll ähnlich wie TCP

UGAD - Universal Geographical Area Description; Format zur Darstellung von Flächen, z.B. für Location Based Services (nach GSM 03.32)

UHF - Ultra High Frequency; Frequenzband zwischen 300 MHz und 3 GHz

UITP - User Information Transfer Protocol; Protokoll bei i-mode

UKW - UltraKurzWelle; die "normalen" Radioprogramme senden im Frequenzbereich von ca. 88 - 108 MHz

UMS - Unified Messaging System

UMTS - Universal Mobile Telecommunications System; neuer Highspeed-GSM-Standard, der GSM, PHS (Japan) und das amerikanische AMPS abdeckt

Unified Messaging - Sprachnachrichten, Faxe, E-Mails und Short Messages werden mit einer Software gemeinsam verwaltet und bearbeitet, und per Telefon oder Internet abgefragt

Uplink - Übertragung von einem Funkgerät ins Netzwerk oder zu einem Satelliten hin; umgekehrt: Downlink

URI - Uniform Resource Identifier (durch WAP definiert)

URL - Universal Resource Locator; Standard für Internet-Adressen; die (eigentlich der) URL für Dafu ist "http://www.dafu.de"

USAT - USIM Application Toolkit; eine Weiterentwicklung des SIM Application Toolkit für UMTS

USB - Universal Serial Bus; schnelle serielle Schnittstelle; seit 1997 standardisiert und in allen neuen PCs und Notebooks vorhanden. Mittlerweile (2001) gibt es auch die ersten Handys, die per USB angesteuert werden können.

USIM - Universal (oder UMTS) Subscriber Identity Module

USSD - Unstructured Supplementary Service Data; GSM-Protokoll, das ähnlich wie SMS Informationen bzw. Nachrichten zwischen Handy und Netz austauscht; bekannteste Beispiele sind die Rufumleitungen. Z.B. **61**11*10#[send] wobei 61 für Rufweiterleitung falls keine Antwort steht, 11 für Sprachanrufe und 10 für die Verzögerung in Sekunden

UTC - universal time coordinated; international gebräuchliche, Atomuhr-generierte Zeitmessung

UTRAN - UMTS Terrestrial Radio Access Network; Name für den Teil des UMTS-Netzwerks (RNC und Base Stations), der zwischen den Schnitstellen Iu und Uu liegt.

UUS - User User Signalling; Bestandteil des ISDN-Standards; Übermittlung von kurzen Textnachrichten über den D-Kanal

UWB - Ultra Wide Band; zukünftige Nahbereichs-Funktechnik, die 100 und mehr Mbps erreichen soll; XtremeSpectrum liefert bereits Chips für Entwickler aus

UWC-136 - Standardisierungsname für das EDGE Radio Access Network (ERAN)

UWCC - Universal Wireless Communications Consortium; betreuen die Entwicklung der zukünftigen GSM-Standards; TDMA





-- V --



V.110 - ITU-Standard für Datenraten-Anpassung bei ISDN-Datenstationen ("Bitratenadaption"); damit GSM-Handys mit ISDN-Gegenstellen kommunizieren können, werden die 9.600 Bit/s mit Füllbits auf 64 kBit/s aufgefüllt

V.32 - ITU-Standard für 9.600 bps Modems

V.32bis - ITU-Standard für 14.400 bps Modems

V.34 - ITU-Standard für 28.800 bps Modems

V.42 - Fehlerkorrektur-Protokoll der ITU; beinhaltet MNP 2-4 und LAPM

V.42bis - Datenkompressions-Protokoll

V.90 - ITU-Standard für 56.000 bps Modems (56K)

Vanity-Nummer - 0700-Nummer, die man sich leicht merken kann, weil man ein "Wort wählen" kann, z.B. 0700-wireless. Man kann anstelle der Ziffern auf die Buchstaben auf den Zifferntasten achten. Die ITU hat folgende Zuordnung der Buchstaben zu den Zifferntasten definiert: 0 und 1 - keine, 2 - abc, 3 - def, 4 - ghi, 5 - jkl, 6 - mno, 7 - pqrs, 8 - tuv, 9 - wxyz. Aktuellen Handys haben diese Tastaturbeschriftung bereits. 0700-wireless entspricht 0700-94735377. Auf der Infoseite über 0700-Rufnummern hat Niels Diemer alles über diese Nummern zusammengestellt. Im Web findet man natürlich auch Konverter von Vanity-Telefonnummern in beiden Richtungen (Konvertierung von Vanitystring -> Nummer und Nummer -> Vanitystring)

VATM - Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.; unternehmen unabhängige GSM-Messfahrten; gute Links zu allen Themen der Telekommunikation

VEP - Visionserstellungsprozess

Versteigerung - Verfahren zur Vergabe der Lizenzen für Frequenzen und Techniken an Firmen, die Mobilfunknetze aufbauen wollen (GSM, UMTS, WLL, ...)

VFDB - Verband der Funkamateure der Deutschen Bundespost; gegründet schon 1950

VFIR - Very Fast Infrared; die 16 Mbit/s-Version des IrDA-Standards

VHE - Virtual Home Environment; Standardisierung einer Persönlichen Service-Umgebung durch 3GPP (in der Technical Specification 22.121); damit steht in verschiedenen Netzwerken und Terminals (Handy, PC, Fernseher, andere Terminals) immer dasselbe User Interface zur Verfügung

VHF - Very High Frequency; Frequenzbereich, in dem z.B. das ORBCOMM-Satellitensystem Daten überträgt

VLR - Visitor Location Register; eine Datenbank in Mobilfunk-Netzen, die Informationen über Mobilfunk-Teilnehmer speichert, die sich nicht im ihrem "Heimat-Bereich" (im HLR verwaltet) befinden

VM - Virtual Machine (Java)

VMN - Voice Mail Notification Teleservice; Nachrichtentyp in (amerikanischen) IS41-Netzen

VNO - Virtual Network Operator; ein Unternehmen, das als Netzwerk-Anbieter auftritt und auch Handys vermarktet, ohne ein eigenes Netz zu haben; Beispiel: Virgin in UK

VoIP - Voice Over IP

VoXML - Voice Markup Language; von Motorola definiert und z.B. von Oracle bei Portal-to-go unterstützt

VPN - Virtual Private Network; für Firmenkunden wird es transparent, ob der Mitarbeiter im Büro oder unterwegs ist; dazu gehört ein eigener Rufnummernplan

VSMSC - Virtual Short Message Service Centre





-- W --



WAAS - Wide Area Augmentation System; nur in Nordamerika verfügbares System, das Korrektur-Daten zum GPS-Signal liefert, sodass GPS auch zum Landeanflug von Flugzeugen benutzt werden kann. Außerhalb von Nordamerika sollte man diese Funktion abschalten, denn sonst verschlechtert sich die Messung sogar.

WAE - Wireless Application Environment (durch WAP definiert)

WAND - Wireless ATM Network Demonstrator

WAP - Wireless Application Protocol; Standard, um Internet-Inhalte auch auf Handys etc. zu bringen; initiiert von Unwired Planet (jetzt Openwave); Webseite: www.wapforum.org

WAP-Stack - das Zusammenwirken von WDP, WTLS, WTP und WSP (damit WAP-Endgeräte auch an Daten kommen ...)

WARC - World Administrative Radio Conference; legte 1979 das 900-MHz-Band für ein zukünftiges zellulares Mobilfunksystem fest - für GSM

WASP - Wireless Application Service Provider

WBFH - Wide Band Frequency Hopping; z.B. Wireless LAN

WBMP – Wireless BitMaP; Grafikformat für WAP-Anwendungen

WBXML - WAP Binary XML Content Format

WCDMA - Wideband CDMA, eine zukünftige High-Speed-Datenfunktechnik (für UMTS), bis zu 384 kBit/s

WCMP – Wireless Control Message Protocol

WDP – Wireless Datagram Protocol; dieser Layer des WAP-Protokoll-Stacks trennt den Bearer von der Anwendung; die Anwendung bemerkt z.B. nicht, ob die Kommunikation zwischen Bluetooth und GPRS wechselt

WebOnAir - Software-Lösung von Ericsson, um in GSM-Netzen um den Faktor 2 - 4 schnelleren Internet-Zugriff zu erhalten

WECA - Wireless Ethernet Compatibility Alliance; wurde am 24.8.99 von 3Com, Aironet, Intersil, Lucent Technologies, Nokia und Symbol Technologies gegründet; die "Wi-Fi"-Zertifizierung bescheinigt volle Kompatibilität zum 802.11-Standard und Interoperabilität mit anderen diesem Standard entsprechenden Devices

WEP - Wired Equivalent Privacy; Verschlüsselungs-Verfahren des Wireless-LAN-Standards 802.11; basiert auf RC4; Sicherheit nur eingeschränkt

WGS-84 - World Geodetic System 1984; das seit 1987 im GPS-System genutzte geodätische Karten-System

Wi-Fi - Wireless Fidelity; Wireless LAN Karten mit diesem Zertifikat entsprechen dem Standard 802.11 und haben Interoperabilitätstests mit anderen 802.11-Karten bestanden

WIM - Wireless Identity Module; in WAP 1.2

WIN - Wireless Intelligent Network

Wireless LAN - Erweiterung von Ethernet oder Token Ring über Funk im Frequenzbereich von 2.4 GHz

WLL - Wireless Local Loop; wenn die "letzte Meile" per Funk überbrückt wird. s. Local Loop

WML - Wireless Markup Language (durch WAP definiert); s. HDML

WMLScript - Wireless Markup Language Script; basiert wie auch JavaScript auf ECMAScript (durch WAP definiert)

WPAN - Wireless Personal Area Network; wird als IEEE 802.15 standardisiert

WSP - Wireless Session Protocol; binäre Version von HTTP; dadurch weniger Bytes bei der Übertragung erforderlich (durch WAP definiert)

WTA - Wireless Telephony Application (durch WAP definiert)

WTAI - Wireless Telephony Application Interface (durch WAP definiert); Funktionen zur Steuerung des Telefons durch WML-Kommandos; wird von aktuellen WAP-Geräten (WAP 1.1) noch nicht unterstützt

WTLS - Wireless Transport Layer Security (durch WAP definiert)

WTP - Wireless Transport Protocol (durch WAP definiert) (oder Wireless Transaction Protocol)

WWDNOG - Worldwide Wireless Data Network Operators' Group; Mitglieder sind die Datenfunk-Netzbetreiber, die sich für Motorolas DataTAC-Technik entschieden haben

WWRF - Wireless World Research Forum; Alcatel, Ericsson, Nokia und Siemens wollen bei zukünftigen Techniken in den verschiedenen Normierungs-Gremien (wie UMTS Forum, ETSI, 3GPP, IETF, ITU, ...) zusammenarbeiten; die gleichen Firmen haben seit Mai 2000 im Rahmen eines EU-Programms schon unter der Bezeichnung Wireless Strategic Initiative (WSI) zusammengearbeitet

WWW:MMM - World Wide Web - Mobile Media Mode; Standard für WAP-Geräte





-- X --



X.25 - Protokoll für den Datenaustausch zwischen DDE und Datenübertragungseinrichtung in paketvermittelten Netzen; Datex-P ist das bekannteste X.25-Netz, aber es gibt einige weitere Betreiber, z.B. die INFO AG

X.31 - Paketvermittlung über ISDN; kann zum SMS-Versand verwendet werden

XML – Extensible Markup Language; WML ist eine Variante von XML





-- Y --



Y2K - englische Bezeichnung für das Jahr-2000-Problem, das viel weniger Probleme verursacht hat als befürchtet... Bei GPS-Empfängern gab es am 22.8.1999 ein ähnliches Problem, denn dann waren seit der Systemeinführung 1024 Wochen verstrichen, und für einige GPS-Empfänger ist dann wieder der 6.1.1980. In Europa ist kaum ein Problem aufgetreten, in Japan waren einige wenige Systeme, vor allem in PKWs, betroffen.





-- Z --



Zeitschlitz - wenn sich mehrere kommunikationswillige (Mobilfunk-)Teilnehmer eine Leitung teilen, ist eine Möglichkeit, das zu organisieren, dass jeder in regelmäßigen Abständen eine Zeitlang das Medium / den Kanal nutzen kann

Zeitstempel - Im § 2 des Gesetzes zur digitalen Signatur wird er so definiert: Ein Zeitstempel im Sinne dieses Gesetzes ist eine mit einer digitalen Signatur versehene digitale Bescheinigung einer Zertifizierungsstelle, dass ihr bestimmte digitale Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt vorgelegen haben.

Zelleninfo - Bezeichnung für Cellbroadcast in manchen Handys

Zertifikat - Im § 2 des Gesetzes zur digitalen Signatur wird es so definiert: Ein Zertifikat im Sinne dieses Gesetzes ist eine mit einer digitalen Signatur versehene digitale Bescheinigung über die Zuordnung eines öffentlichen Signaturschlüssels zu einer natürlichen Person (Signaturschlüssel-Zertifikat) oder eine gesonderte digitale Bescheinigung, die unter eindeutiger Bezugnahme auf ein Signaturschlüssel-Zertifikat weitere Angaben enthält (Attribut-Zertifikat).

Zertifizierungsstelle - Im § 2 des Gesetzes zur digitalen Signatur wird sie so definiert: Eine Zertifizierungsstelle im Sinne dieses Gesetzes ist eine natürliche oder juristische Person, die die Zuordnung von öffentlichen Signaturschlüsseln zu natürlichen Personen bescheinigt und dafür eine Genehmigung gemäß § 4 besitzt.

Z-Modem - effektives Protokoll, um per Modem Daten fehlerfrei zu übertragen; für GSM gut geeignet

ZVEI - Zentralverband der Elektrotechnischen und Elektroindustrie e.V.; arbeitet z.B. an Standardisierungen wie der von Bündelfunk mit

ZZK - Zentraler Zeichengabekanal; Signalisierungsverfahren z.B. zwischen Vermittlungsstellen





-- 0,1,2,3,4,5,6,7,8,9 --



2G - Systeme der zweiten Generation von GSM-Mobilfunk, also die "normalen" GSM-900 und GSM-1800-Netze, sowie in Amerika GSM-1900

24x7 - 24 Stunden an 7 Tagen / Woche (Qualitätsmerkmal für Verfügbarkeit eines Gerätes, Netzes oder Dienstes, z.B. Hotline)

3G - third generation; anderer Name für UMTS (bzw. in Amerika IMT-2000)

3GPP - 3rd Generation Partnership Project; Vereinigung verschiedener Interessengruppen zur Standardisierung der dritten Generation des GSM-Standards (UMTS)

4G - Nachfolgetechnik nach 3G; aber was erwartet uns da???

802.11 - aktueller Wireless LAN-Standard bis 11 Mbit/s

802.11a - zukünftiger Wireless LAN-Standard bis 54-Mbit/s

802.15 - Standard für drahtloses persönliches Netzwerk (WPAN, Wireless Personal Area Network), Basis für Vernetzung verschiedener Geräte in unmittelbarer Umgebung einer Person; noch im Planungsstadium